Uno-Generalsekretär Guterres ruft zu weltweiter Waffenruhe auf

Angesichts der Corona-Pandemie hat Uno-Generalsekretär Guterres einen Friedensappell an die Weltgemeinde gesandt. Einziger Gewinner von Konflikten sei derzeit das Covid-19-Virus.
António Guterres: Bis Endes des Jahres will er eine weltweite Waffenruhe durchsetzen

António Guterres: Bis Endes des Jahres will er eine weltweite Waffenruhe durchsetzen

Foto: Mark Garten / dpa

Gefechte in Bergkarabach, Bürgerkriege in Libyen und Syrien, Terror in Afghanistan - trotz der Corona-Pandemie wird weltweit in vielen aktiven Konflikten weiter gekämpft. Uno-Generalsekretär António Guterres betrachtet das mit Sorge und hat nun zum wiederholten Mal zu einer weltweiten Waffenruhe aufgerufen.

"Der einzige Gewinner durch einen Konflikt während einer Pandemie ist das Covid-19-Virus selbst", schrieb Guterres am Sonntag auf Twitter. "Ich habe bis Ende des Jahres zu neuen Anstrengungen für eine weltweite Waffenruhe aufgerufen. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Anstrengungen für Frieden und Wiedergutmachung zu erhöhen."

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In den vergangenen Monaten hatte der Uno-Generalsekretär sich bereits mehrfach ähnlich geäußert. Überall müssten Konfliktparteien ihre Feindseligkeiten einstellen und ihr Misstrauen voreinander überwinden, hatte er im März erklärt: "Bringt die Waffen zum Schweigen, stoppt die Artillerie, beendet die Luftangriffe." Die momentane Pandemie hatte er als die größte Prüfung bezeichnet, die die Welt seit der Gründung der Vereinten Nationen vor 75 Jahren durchlaufen müsse.

Aufruf zu mehr internationaler Zusammenarbeit

Anfang April veröffentlichte die Uno ein Statement des Generalsekretärs, in dem er seinen Appell bekräftigte. "Die Schwere der Krise, mit der wir bei der Covid-19-Pandemie konfrontiert sind, macht die Tragik und Torheit des anhaltenden Leidens deutlich, das durch bewaffnete Konflikte verursacht wird", sagte Guterres damals. Die Welt müsste alles tun, "um den Frieden und die Einheit zu finden, die unsere Welt im Kampf gegen das Covid-19 so dringend braucht."

Bei der Generaldebatte der Uno im September hatte Guterres angesichts der enormen Herausforderungen durch die Pandemie dann für eine bessere internationale Zusammenarbeit geworben. Populismus und Nationalismus seien an der Aufgabe gescheitert, das Virus einzudämmen.

In den vergangenen Monaten haben sich weltweit mehr als 37 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten hat die Eine-Million-Grenze weit überschritten.   

asc/dpa
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