Vor Uno-Generaldebatte in New York Bolsonaro muss Pizza auf der Straße essen

Brasiliens Präsident gilt als Impfskeptiker. Nun sorgt ein Foto für Spott, auf dem Jair Bolsonaro in New York zu sehen ist – wie er auf der Straße ein Stück Pizza isst. In der Stadt haben nur Geimpfte Zugang zu Restaurants.
Jair Bolsonaro (Mitte) außerhalb seines Hotels in New York

Jair Bolsonaro (Mitte) außerhalb seines Hotels in New York

Foto:

STEFAN JEREMIAH / REUTERS

Wohl wegen seiner fehlenden Coronaimpfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Rande der Uno-Generaldebatte in New York eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. »Luxusdinner in New York« schrieb ein Mitglied der brasilianischen Delegation am Montag im Onlinedienst Twitter unter einem Foto, das Bolsonaro mit einem Stück Pizza im Freien zeigte. Auch ein Korrespondent des britischen »Guardian« twitterte ein Foto von Bolsonaro.

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Laut der Nachrichtenagentur Reuters lobten Anhänger hingegen die lässige »Einfachheit« (simplicity) des Präsidenten, der gern Pizza auf der Straße esse.

Die Restaurants in der US-Metropole dürfen in den Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben.

Umstrittener Präsident

Bolsonaro, der wegen seines Umgangs mit der Pandemie in Brasilien stark kritisiert wird, gibt selbst an, bisher keine Coronaimpfung erhalten zu haben. Er wolle als »letzter Brasilianer« geimpft werden. Sein Hotel in New York musste er nach brasilianischen Medienberichten am Sonntag durch die Hintertür betreten, um Demonstranten auszuweichen, die vor dem Gebäude »Bolsonaro raus« riefen.

Wegen der Impfpflicht in vielen öffentlichen Innenräumen war zuletzt auch eine Debatte über einen verpflichtenden Impfnachweis für die Teilnahme an der Uno-Generaldebatte entbrannt – ein angesichts der diplomatischen Sonderstellung des Uno-Sitzes zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.

ngo/afp/Reuters
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