Wahlempfehlung der "New York Times" "Elect Joe Biden, America"

Die renommierte "New York Times" unterstützt nun offiziell den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Der frühere Vizepräsident sei der Politiker, den das Land jetzt brauche.
Demokratischer Präsidentschaftskandidat Joe Biden: Am 3. November findet die US-Wahl statt

Demokratischer Präsidentschaftskandidat Joe Biden: Am 3. November findet die US-Wahl statt

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MIKE SEGAR / REUTERS

In weniger als einem Monat finden die Präsidentschaftswahlen in den USA statt. Das Land ist dabei mittlerweile "schwächer, wütender, weniger hoffnungsvoll und gespaltener, als es noch vor vier Jahren war", schreibt die renommierte US-Zeitung "New York Times" und spricht in ihrem Leitartikel  eine eindeutige Wahlempfehlung für Joe Biden aus. Der frühere Vizepräsident sei der Politiker, den das Land jetzt brauche.

Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten habe geschworen, "die Seele Amerikas wiederherzustellen". Mit diesem Versprechen würde Biden der Öffentlichkeit versichern, dass er erkennt, welche große Herausforderung vor dem künftigen Präsidenten liege. "Zum Glück ist er dafür gut geeignet", schreibt die "New York Times" weiter. Vielleicht sei er sogar besonders dafür geeignet.

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Ein Präsident Biden würde sich für Rechtsstaatlichkeit einsetzen und das Vertrauen in die demokratischen Institutionen wiederherstellen. Unter ihm würde die Regierung den Respekt vor der Wissenschaft zurückgewinnen und qualifizierte und kompetente Personen auf wichtige Posten in den Behörden setzen. Zudem würde Biden an der Seite der US-Verbündeten stehen und gegen Ungleichheit kämpfen. Er würde weder ausländische Autokraten umwerben noch weißen Rassisten Trost spenden, schreibt das Blatt weiter.

Kritik an Trump - ohne seinen Namen zu erwähnen

Mit diesem Absatz kritisiert die Zeitung umfassend die Innen- und Außenpolitik des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump. Sein Name wird in dem Artikel jedoch kein einziges Mal genannt. Stattdessen lobt die Zeitung die Botschaft der Einigkeit, auf die Trump-Herausforderer Biden im Wahlkampf setzt.

"Der künftige Präsident wird vor der Aufgabe stehen, den enormen Schaden zu reparieren, der dem Ruf der USA zugefügt wurde", schreibt das Blatt. Biden habe dafür die nötigen Voraussetzungen.

Lobende Worte fand die "New York Times" auch für Bidens Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin. Kamala Harris sei stark und klug, progressiv, aber nicht radikal. Mit ihr als Bewerberin  biete Biden einen Blick in die Zukunft der demokratischen Partei. Als Vizepräsidentin würde sie gleich mehrere Premieren hinlegen: Sie wäre die erste Frau, die erste nicht weiße und die erste mit asiatischen Wurzeln auf diesem Posten.

"Wenn die Wähler dieses Jahr abstimmen, stimmen sie nicht nur über einen Anführer ab. Sie stimmen darüber ab, was Amerika sein soll", schreibt die "New York Times" weiter.

Biden sei nicht der perfekte Kandidat und er werde auch nicht der perfekte Präsident sein, heißt es zum Abschluss in dem Leitartikel. "Aber in der Politik geht es nicht um Perfektion. Es geht um die Kunst des Möglichen und darum, Amerika zu ermutigen, seine besseren Engel zu umarmen."

asc
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