Delaware Demokratin Sarah McBride wird erste Transgender-Senatorin

Bei den US-Wahlen ist erstmals eine Transgender-Kandidatin in das Oberhaus eines Bundesstaates gewählt worden. Die Demokratin Sarah McBride eroberte einen Sitz im Senat.
Sarah McBride (Archivbild)

Sarah McBride (Archivbild)

Foto: Jason Minto / AP

Im US-Bundesstaat Delaware ist die 30-jährige Sarah McBride mit 86 Prozent der Stimmen in den dortigen Senat eingezogen. Sie wird damit nach ihrer Vereidigung die erste offene Transgender-Senatorin in den USA. Sie hoffe, die Wahl zeige Transgender-Kindern, "dass unsere Demokratie auch für sie groß genug ist", schrieb die Vertreterin der Demokraten zu ihrem Wahlsieg auf Twitter.

Im nördlichen Bundesstaat Vermont kam die 26-jährige Taylor Small für die Demokraten in das dortige Parlament. "Fünfte Transgender-Abgeordnete der Nation!", schrieb sie auf Twitter. Erstmals war 2017 eine Transgender-Vertreterin zur Abgeordneten eines regionalen Parlaments gewählt worden, damals in Virginia. Transgender sind Menschen, deren Geschlecht ab der Geburt zeitweise oder dauerhaft nicht mit dem gefühlten Geschlecht übereinstimmt.

Alle Artikel zur US-Wahl

Reportagen aus den Swing States, Geschichten über die Wählergruppen und alles über die Kandidaten finden Sie hier.

Im US-Senat bekamen die Hoffnungen der Demokraten, die Mehrheit zu erringen, einen Dämpfer. In mehreren Rennen, die laut Umfragen als eng galten, gelang es ihnen nicht die republikanischen Senatoren zu besiegen. So konnte sich der Demokrat Jamie Harrison nicht gegen den bisherigen Chef des Justizausschusses Lindsey Graham durchsetzen. Die Demokraten gewannen erwartungsgemäß einen Sitz dazu und verloren einen.

Im US-Senat hielten die Republikaner bisher eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. In mehreren umkämpften Senatsrennen standen die Ergebnisse in der Nacht aber noch aus. Bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus waren die Demokraten auf Kurs, ihre Mehrheit zu behalten.

wit/AFP/Reuters/dpa