Livedaten zur US-Wahl So steht es im Rennen ums Weiße Haus

Joe Biden dominiert die Umfragen. Aber es ist längst nicht sicher, dass er Donald Trump als US-Präsident beerbt. Auf welche Zahlen Sie achten sollten - und welche Bundesstaaten wichtig werden.

Die Menschen in den USA wählen an diesem Dienstag einen neuen Präsidenten. Amtsinhaber Donald Trump von den Republikanern bewirbt sich für eine zweite Amtszeit; herausgefordert wird er vom ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden von den Demokraten.

Seit Wochen führt Biden die landesweiten Umfragen an. Die Datenanalysten der US-Website FiveThirtyEight  sammeln die Ergebnisse der zahlreichen Umfrageinstitute und gewichten sie anhand ihrer statistischen Qualität. Demnach liegt Bidens Vorsprung gegenüber Trump seit Monaten bei mehr als sechs Prozentpunkten.

Allerdings verraten die nationalen Umfragen weniger über den voraussichtlichen Wahlausgang, als es auf den ersten Blick scheint. Denn die Amerikanerinnen und Amerikaner wählen ihren Präsidenten nicht direkt, sondern sie entscheiden über die Zusammensetzung des sogenannten Electoral College. Dieses Gremium, bestehend aus 538 Wahlleuten, wird Mitte Dezember über den Präsidenten abstimmen.

Jeder Bundesstaat entsendet – je nach Einwohnerzahl – zwischen drei und 55 Wahlleute. Fast überall entscheidet das Winner-takes-it-all-Prinzip: Die Wahlleute stimmen jeweils für den Kandidaten, der in ihrem Bundesstaat die meisten Stimmen bekommen hat. Ob die Mehrheit im Staat riesig ist oder hauchdünn, spielt dabei keine Rolle.

Wer wissen will, wie es im Rennen zwischen Trump und Biden wirklich steht, muss sich also die Mehrheitsverhältnisse in den Bundesstaaten ansehen.

In vielen Bundesstaaten gilt die Wahl als praktisch entschieden: Die Menschen dort stimmen traditionell mit deutlicher Mehrheit für den Kandidaten der einen oder der anderen Partei. So führt Biden etwa in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien (55 Wahlleute) und New York (29), wo die Demokraten regelmäßig Wahlen gewinnen. Trump liegt unter anderem in den republikanisch geprägten Staaten Tennessee (11), Alabama (9) und Kentucky (9) mit Abstand vorn.

In anderen Bundesstaaten sind die Rennen knapper. Die Wahlergebnisse dort werden maßgeblich über das Kräfteverhältnis im Electoral College entscheiden. Mancherorts ist der Wahlausgang völlig offen.

Zu den besonders umkämpften Bundesstaaten zählen diese:

  • Florida (29 Wahlleute) und Ohio (18) sind klassische "Swing States". Bei den vergangenen sechs Präsidentschaftswahlen siegte hier jeweils dreimal der demokratische und dreimal der republikanische Bewerber. Auch 2020 lassen die Umfragen ein knappes Rennen erwarten.

  • Texas (38 Wahlleute), Georgia (16), North Carolina (15) und Arizona (11) sind seit langer Zeit republikanisch dominiert (zum Teil mit Ausnahmen bei einzelnen Wahlen). Diesmal ist ein Sieg Bidens nicht ausgeschlossen.

  • In den drei industriell geprägten Staaten Pennsylvania (20), Michigan (16) und Wisconsin (10) holte Trump 2016 den ersten republikanischen Sieg seit den Achtzigerjahren und damit die entscheidenden Wahlleute. Diesmal sehen die Umfragen einen Vorsprung für Biden.

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Dieser Artikel wurde in den vergangenen Wochen fortlaufend mit neuen Umfragewerten aktualisiert. Die letzte Aktualisierung fand am Morgen des 3. November 2020 statt. Weitere Aktualisierungen wird es nicht geben.

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels wurde der von FiveThirtyEight prognostizierte Wahlausgang dargestellt. Er zeigt inzwischen den Stand der Umfragen, von FiveThirtyEight nach mehreren Kriterien gewichtet .

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