US-Wahl Biden holt auch in Pennsylvania auf

Wenn Joe Biden in Pennsylvania siegt, gewinnt er die US-Wahlen. Noch liegt Donald Trump in dem Bundesstaat vorn – doch sein Vorsprung schmilzt immer weiter.
Joe Biden: Demokratischer Präsidentschaftskandidat

Joe Biden: Demokratischer Präsidentschaftskandidat

Foto: Drew Angerer / Getty Images

Der demokratische Kandidat Joe Biden holt in Pennsylvania immer weiter auf. Laut CNN liegt der Herausforderer bei 49,2 Prozent, Präsident Donald Trump (Republikaner) bei 49,5 Prozent. Sollte Biden Pennsylvania für sich entscheiden, würde er damit die Präsidentschaftswahlen gewinnen, denn die 20 Wahlleute des Bundesstaats reichen für die Entscheidung.

Zunächst hatte Trumps Vorsprung in Pennsylvania bei rund zehn Prozentpunkten gelegen, inzwischen ist es nicht mal mehr einer. Noch liegt der Präsident mit rund 18.000 Stimmen vorn.

Die Aufholjagd Bidens lässt sich durch die Briefwahl erklären, die traditionell vermehrt von Unterstützern der Demokraten genutzt wird. Trump hatte wiederholt behauptet, dass der Wahlausgang durch die Briefwahl manipuliert werden könnte. Dafür lieferte er jedoch keine Belege. Dennoch versucht er mit rechtlichen Schritten, einen Sieg der Demokraten zu verhindern.

Gericht lehnt Trumps Antrag ab

In diesem Zusammenhang musste der Präsident nun eine Niederlage hinnehmen. Ein US-Bundesrichter lehnte in Pennsylvania den Antrag von seinem Wahlkampfteam auf Stopp der Auszählung ab. Der Klage werde nicht stattgegeben, teilte Richter Paul Diamond mit. Trump wollte erzwingen, dass die Auszählung nur dann fortgesetzt werden kann, wenn Beobachter der Republikaner beiwohnen. Allerdings haben die Republikaner nach einem Gerichtsbeschluss bereits Zugang zu dem Wahlzentrum in Philadelphia. Trumps Team vertritt aber die Ansicht, dass die Arbeit der Beobachter behindert werde.

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Der Präsident hat derzeit nur 214 der 270 für einen Sieg notwendigen Wahlleute beisammen. Sein Herausforderer Joe Biden kommt nach jetzigem Stand auf mindestens 253 Wahlleute. Wird der Bundesstaat Arizona hinzugerechnet, in dem einige Medien Biden bereits zum Sieger ausgerufen haben, sind es 264.

bbr/Reuters
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