Besser als Obama 2008 Biden stellt Stimmenrekord auf

Noch immer sind noch nicht alle Wahlzettel ausgewertet, doch Joe Biden hat sich bereits jetzt eine Bestmarke gesichert: Nie zuvor haben so viele US-Bürger einem Kandidaten ihre Stimmen gegeben.
Obama und Biden während des Endspurts des Wahlkampfs (31. Oktober)

Obama und Biden während des Endspurts des Wahlkampfs (31. Oktober)

Foto: JIM WATSON / AFP

Während die umkämpften Stimmen der Wahlleute im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, hat Joe Biden an anderer Stelle eine neue Bestmarke aufgestellt – und dürfte sie noch weiter ausbauen: Noch nie hat ein Kandidat bei einer US-Wahl mehr Stimmen bekommen, als der demokratische Herausforderer von Präsident Donald Trump.

Am Mittwochabend überstieg die Zahl der landesweit für Biden gezählten Stimmen die Marke von 69,5 Millionen – und lag damit höher, als der von Barack Obama 2008 aufgestellte bisherige Rekord.

Allerdings liegt auch Donald Trump bei der landesweiten Stimmenzahl insgesamt deutlich über seinem letzten Wahlergebnis. Laut CNN entfielen am Mittwochabend 66,5 Millionen der ausgezählten Stimmen auf Trump (hier geht es zur Statistik ). 2017 hatte er insgesamt lediglich knapp 63 Millionen erreicht.

Diese Entwicklung hat zwei Gründe: Zum einen ist die Wahlbeteiligung in den USA 2020 im Vergleich zu vergangenen Präsidentschaftswahlen deutlich zugenommen. Allerdings ist die Bevölkerung der USA in den vergangenen Jahren auch gewachsen. Wie sehr, das macht der Vergleich mit der Wahl 2008 deutlich: Damals lebten etwa 20 Millionen Menschen weniger in den USA, als heute – und damit in der Tendenz auch weniger potenzielle Wähler.

Hinzu kommt: Der Ausgang des sogenannten Popular Vote per se hat für die Präsidentschaftswahl keine Bedeutung. Entscheidend ist allein die Mehrheit im Wahlleute-Gremium Electoral College. 2016 zum Beispiel gewann Hillary Clinton zwar landesweit die Mehrheit der Stimmen, Präsident wurde aber Trump.

beb
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