Milliardenklage von Wahlmaschinenhersteller
Ex-Trump-Anwältin distanziert sich von Wahlbetrugsvorwürfen
Weil sie behauptete, es habe bei der US-Wahl Manipulationen gegeben, sieht sich die Ex-Trump-Anwältin Sidney Powell mit einer Milliardenklage konfrontiert. Jetzt will sie die Vorwürfe auf bizarre Weise entkräften.
Trump-Beraterin Sidney Powell bei einem Auftritt im vergangenen November
Foto: JIM LO SCALZO/EPA-EFE/Shutterstock
Die rechte US-Anwältin Sidney Powell hat viel zu verlieren. 1,3 Milliarden Dollar verlangt das Unternehmen Dominion Voting Systems von ihr, weil es sich durch die Behauptungen Powells diffamiert sieht, bei der vergangenen US-Präsidentschaftswahl habe es Manipulationen zum Nachteil des Ex-Präsidenten Donald Trump gegeben.
Wie unter anderem der Sender CNN berichtet, versucht Powell die Vorwürfe gegen sich nun zu entkräften, indem sie an den gesunden Menschenverstand appelliert. Sie habe lediglich ihre »Meinung« geäußert, zu der man eigene Schlüsse habe entwickeln können, zitiert der Sender aus einem Gerichtsschreiben.
Die Kläger selbst hätten »die Aussagen als ›wilde Vorwürfe‹ und ›absonderliche Behauptungen‹ abgetan«. Dies belege, dass »vernünftige Menschen« die Äußerungen Powells nicht als Fakten, sondern lediglich als Behauptungen anerkennen würden, die später in Gerichtsprozessen geprüft werden müssten. Powell habe auch ihre öffentlichen Aussagen stets als Anwältin Trumps getätigt, argumentieren ihre Verteidiger.
Powell machte zudem Schlagzeilen, weil sie behauptete, Biden sei von südamerikanischen und asiatischen Kommunisten finanziert worden. »Womit wir es hier wirklich zu tun haben, ist ein massiver Einfluss kommunistischen Geldes über Venezuela, Kuba und vermutlich China«, sagte Powell einst wörtlich.
Für ihre jetzigen Argumente vor Gericht erhielt Powell umgehend Kritik. »Erbärmlich« sei Powells Begründung ihres Verhaltens, twitterte etwa der republikanische Abgeordnete aus Michigan, Peter Meijer. Er hatte zuletzt für ein Impeachment Donald Trumps gestimmt.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Peter Meijer sei Senator. Wir haben dies korrigiert.