US-Republikaner Lindsey Graham behält Sitz im Senat

In South Carolina könnten die US-Demokraten einen Rückschlag im Kampf um die Mehrheit im Senat erleiden: Ersten Prognosen zufolge wurde der Republikaner Lindsey Graham wiedergewählt.
Lindsey Graham: Der einflussreiche Republikaner wurde erneut in den Senat gewählt

Lindsey Graham: Der einflussreiche Republikaner wurde erneut in den Senat gewählt

Foto: LOGAN CYRUS / AFP

Zeitgleich zu den Präsidentschaftswahlen stimmen die US-Bürger auch über ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus ab. In South Carolina haben die Demokraten nun offenbar einen Rückschlag erlitten. Trotz großer Anstrengungen konnte sich ihr Kandidat für einen Sitz im Senat nicht durchsetzen.

Ersten Prognosen zufolge wurde der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham in dem Bundesstaat wiedergewählt. Er setze sich damit gegen den demokratischen Herausforderer Jamie Harrison durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen meldete.

Harrison hatte zuvor damit für Aufsehen gesorgt, dass er die für eine Senatswahl außergewöhnliche Spendensumme von mehr als 57 Millionen Dollar einsammelte. Graham, der dem Justizausschuss des Senats vorsitzt, flehte im Sender Fox News immer wieder die Republikaner an, ihm mehr Geld für den Wahlkampf zu schicken.

Die Demokraten verloren zudem – wie erwartet – den Senatssitz in Alabama. Der demokratische Senator Doug Jones verlor dort gegen den ehemaligen Footballtrainer Tommy Tuberville, der für die Republikaner antritt. Im Bundesstaat Colorado setzte sich hingegen der Demokrat John Hickenlooper gegen den Republikaner Cory Gardner durch.

Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren, bisher hielten die Republikaner eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Am Dienstag konnten die Wähler über 35 Sitze im Senat entscheiden, davon wurden bisher 23 von Republikanern gehalten und 12 von Demokraten. Nach Berechnungen von AP gewannen bis ca. 4.30 Uhr elf Republikaner und acht Demokraten einen Sitz. Beide Parteien entsenden damit bislang jeweils 41 Senatoren.

Wie viele Stimmen man im Senat für die Mehrheit braucht, hängt auch davon ab, wer im Weißen Haus sitzt. Denn bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen kann der Vizepräsident eingreifen.

asc/dpa
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