Bloomberg unterstützt Florida-Kampagne 100 Millionen Dollar für Joe Biden

Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten verlor Mike Bloomberg gegen Joe Biden. Nun will er ihn dennoch finanziell unterstützen - damit dieser in Florida gegen Trump gewinnt.
Michael Bloomberg, gescheiterter Präsidentschaftskandidat, unterstützt nun seinen ehemaligen Konkurrenten Joe Biden (Archivbild)

Michael Bloomberg, gescheiterter Präsidentschaftskandidat, unterstützt nun seinen ehemaligen Konkurrenten Joe Biden (Archivbild)

Foto: Drew Angerer/ AFP

Bevor Mike Bloomberg aus dem Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur ausschied, gab er rund eine Milliarde Dollar für seinen erfolglosen Wahlkampf aus. Etwa ein Zehntel dieser Summe soll nun seinem einstigen Gegner zugutekommen: dem Demokraten Joe Biden. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Bloomberg will im wichtigen Swing State Florida "mindestens 100 Millionen Dollar" investieren, um Bidens Kandidatur gegen Präsident Donald Trump zu unterstützen. Zuerst hatte die "Washington Post" darüber berichtet .

Wie in vielen Wahlkämpfen zuvor ist Florida einer der wichtigsten Staaten, in denen die Parteien um Stimmen werben - und vermutlich auch der teuerste. In den Umfragen liegen Biden und Trump in Florida beinahe gleichauf.

Biden sammelte deutlich mehr Spenden ein

Der republikanische Präsident, der vor der Wahl am 3. November derzeit auch in landesweiten Meinungsumfragen hinter Biden liegt, sagte vergangene Woche, bei Bedarf werde er auch "sein eigenes Geld" ausgeben.

Tatsächlich kämpft Trumps Kampagne zur Wiederwahl derzeit mit finanziellen Problemen. Nach eigenen Angaben wurden im August insgesamt 210 Millionen Dollar an Spendengeldern eingesammelt. Bei Joe Biden waren es im selben Monat 364,5 Millionen Dollar - die nun angekündigte Finanzspritze nicht mitgerechnet.

"Mike Bloomberg hat sich verpflichtet, Trump zu besiegen, und das wird in den umkämpften Staaten geschehen", sagte Bloomberg-Berater Kevin Sheekey. Die Millionenspende würde bedeuten, "dass die Demokraten und die Biden-Kampagne noch stärker in andere entscheidende Bundesstaaten wie Pennsylvania investieren können, was für einen Biden-Sieg entscheidend sein wird".

Präsident Trump reagierte via Twitter auf die Nachricht - mit bekannten Beleidigungen. "Ich dachte, Mini-Mike wäre fertig mit der Politik der Demokraten", schrieb Trump. "Retten Sie stattdessen NYC."

rai/Reuters