Alyssa Farah Kommunikationschefin des Weißen Hauses tritt zurück

Noch zweifelt Donald Trump an seiner Niederlage im US-Wahlkampf. Nun verliert er seine Kommunikationschefin. Im Rücktritt von Alyssa Farah sehen Experten ein stilles Eingeständnis.
Alyssa Farah: Nach dreieinhalb Jahren verlasse sie das Weiße Haus, teilte die Kommunikationschefin mit

Alyssa Farah: Nach dreieinhalb Jahren verlasse sie das Weiße Haus, teilte die Kommunikationschefin mit

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BRENDAN SMIALOWSKI / AFP

US-Präsident Donald Trump hat die Wahl verloren. Bisher erkennt er den Sieg des Demokraten Joe Biden allerdings nicht an. Rückendeckung erhält er dabei von seinen engen Mitarbeitern im Weißen Haus. Nun ist die Kommunikationschefin des Weißen Hauses, Alyssa Farah, zurückgetreten.

Nach dreieinhalb Jahren verlasse sie das Weiße Haus, teilte Farah am Donnerstag mit. In ihrer schriftlichen Erklärung verweist Farah auf die Regierung in der Vergangenheitsform. »Ich bin zutiefst stolz auf die unglaublichen Dinge, die wir erreichen konnten, um unser Land stärker und sicherer zu machen«, heißt es darin. Ihre Zeit als Regierungsmitarbeiterin bezeichnete sich als »eine lebenslange Ehre«.

Als Erfolge der derzeitigen US-Regierung zählte Farah der »Washington Post«  zufolge unter anderem den Sieg über die Terrormiliz »Islamischer Staat« sowie die Friedensabkommen im Nahen Osten und die Friedensverhandlungen zwischen afghanischer Regierung und Taliban auf. Auch sei die Nato »stärker als je zuvor«.

Ein »offensichtliches Nicken zu Trumps Niederlage«

Experten sehen in Farahs Entscheidung, ihr Amt niederzulegen, einen Hinweis darauf, dass sie die Wahlniederlage Trumps anerkennt. Ihr Rücktritt komme einem stillen Eingeständnis der Niederlage gleich, heißt es in der »Washington Post«. Der »Independent« , sieht in Farahs Rücktritt ein erstes »offensichtliches Nicken zu Trumps Niederlage«.

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Die 31-jährige Farah hatte verschiedene Positionen während der Amtszeit von Präsident Trump inne. Sie begann als Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence und wechselte dann als Sprecherin ins Verteidigungsministerium. Im April kehrte Farah ins Weiße Haus zurück und wurde Kommunikationschefin – zum gleichen Zeitpunkt war Kayleigh McEnany zur Sprecherin ernannt worden.

Der »Washington Post« zufolge ist der heutige Freitag bereits Farahs letzter Arbeitstag im Weißen Haus. Sie plane nun die Gründung einer Beratungsfirma, die sich auf die Bereiche Unternehmen, Politik und Verteidigung konzentrieren solle.

asc/dpa
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