Nachrichtenagentur Xinhua betroffen USA beschränken Mitarbeiterzahl bei chinesischen Medien

Schärfere Kontrollen bei chinesischen Medienunternehmen in den USA hatte die Regierung von Donald Trump bereits angekündigt. Nun soll die Zahl der Chinesen in den US-Vertretungen deutlich beschränkt werden.
US-Außenministerium (Archivbild): Mitarbeiterzahl chinesischer Medienunternehmen in den USA soll beschränkt werden

US-Außenministerium (Archivbild): Mitarbeiterzahl chinesischer Medienunternehmen in den USA soll beschränkt werden

Foto: Larry Downing/ Reuters

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump, der regelmäßig gegen Medienvertreter hetzt und versucht, deren Freiheiten einzuschränken, will nun offenbar den Journalismus gegen die chinesische Führung verteidigen. Wegen der "anhaltenden Einschüchterung und Schikanierung von Journalisten" sollen künftig deutlich weniger gebürtige Chinesen bei Ablegern chinesischer Medien in den USA arbeiten dürfen, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters führende Beamte des US-Außenministeriums.

Demnach plant die US-Regierung, nur noch 100 chinesische Mitarbeiter in einem solchen Medienbetrieb zuzulassen. Vorher waren es demnach 160. Aus Washington habe es zur Begründung geheißen, die chinesische Regierung würde US-amerikanische Journalisten schon seit Jahren scharf überwachen und versuche, sie einzuschüchtern.

Laut der Nachrichtenagentur AP sollen unter anderem die staatliche chinesische Xinhua News Agency und der Fernsehsender China Global Television von der Beschränkung betroffen sein. Reuters berichtet, es seien noch weitere chinesische Medienunternehmen von den Maßnahmen betroffen.

Grund für die Beschränkung könnte ein Zwischenfall sein, bei dem China drei US-Journalisten des "Wall Street Journal" in Peking die Akkreditierung entzog, nachdem sich die Zeitung nicht für eine Kolumne mit der Überschrift "China ist der wirklich kranke Mensch in Asien" entschuldigen wollte. Nach Reuters-Informationen steht der Vorfall aber nicht zwingend im Zusammenhang mit den jetzt verkündeten Maßnahmen.

Außerdem hatten die USA im Februar insgesamt fünf chinesische Medienunternehmen als Auslandsvertretungen eingestuft. Damit müssen die Unternehmen laut AP ihren Besitz und ihre Angestellten in den USA registrieren. Dem US-Außenministerium zufolge war der Schritt erfolgt, da die Unternehmen effektiv von der chinesischen Regierung kontrolliert würden.

vks/fek/Reuters/AP
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