Putins »unverwundbare« Waffe USA bestätigen ukrainischen Bericht über Abschuss russischer Hyperschallrakete
Hochgeschwindigkeitsrakete Ch-47M2 Kinschal an einem Kampfjet des Typs MiG-31
Foto: Pavel Golovkin / dpaFür Präsident Wladimir Putin sind die von Russland entwickelten Raketen des Typs Kinschal (»Dolch«) Prestigeprojekt und Ausdruck militärischer Überlegenheit zugleich. Nun gibt es allerdings Indizien, dass eine Verteidigung gegen die Hyperschallwaffe durchaus möglich ist.
Nachdem die ukrainische Luftwaffe bereits am Wochenende den Abschuss einer Kinschal über Kiew gemeldet hatte, bestätigten nun auch die USA den Abschuss. Die Ukrainer hätten eine Rakete mithilfe des US-Flugabwehrsystems Patriot abgefangen, sagte Pentagon-Sprecher Pat Ryder in Washington. Er wollte aber nicht spezifizieren, welches Land der Ukraine das Patriot-System zur Verfügung gestellt hatte.
Ryder bestätigte auch die Information der Ukrainer, dass es sich um eine Rakete des Typs Kinschal gehandelt habe. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte diese in der Vergangenheit als »unverwundbar« gegen westliche Abwehrsysteme gelobt. Wegen der hohen Geschwindigkeit und Beweglichkeit von Hyperschallwaffen gilt ihre Abwehr mit herkömmlichen Systemen als schwierig.
Russland setzt Waffe neuerdings verstärkt ein
Militärblogger hatten zuletzt etwa Fotos veröffentlicht, die die Trümmerteile der Rakete zeigen sollen. Russland äußerte sich nicht dazu. Das Land setzt die Hyperschallraketen seit März offenbar verstärkt im Krieg in der Ukraine ein , etwa zur Zerstörung von Treibstoff- und Waffenlagern. Seit Beginn der russischen Invasion ist die ukrainische Flugabwehr allerdings mit westlicher Hilfe massiv aufgerüstet worden.
Das in den USA hergestellte Patriot-System sei bekanntermaßen Teil verschiedener Möglichkeiten zur Flugabwehr, die die USA und die internationale Gemeinschaft der Ukraine zur Verfügung gestellt hätten, sagte Pentagon-Sprecher Ryder. »Die USA und unsere Verbündeten, wir werden weiterhin bodengestützte Luftverteidigungskapazitäten und Munition einsetzen, um der Ukraine zu helfen, ihren souveränen Luftraum zu kontrollieren und ihre Bürger vor russischen Marschflugkörpern und iranischen Drohnen zu schützen.«