Bundesstaat Ohio Bewaffneter Mann nach Angriff auf FBI-Büro erschossen

Donald Trump und seine Getreuen wettern seit der Razzia in Mar-a-Lago gegen das FBI – nun hat es in einer Außenstelle in Cincinnati einen Zwischenfall gegeben: Ein Mann wurde dabei getötet.
Polizei und Rettungskräfte am Ort der Schießerei nach der Verfolgungsjagd

Polizei und Rettungskräfte am Ort der Schießerei nach der Verfolgungsjagd

Foto: Nick Graham / AP

Seit Tagen gibt es Warnungen aus den US-Sicherheitsbehörden vor einer gefährlichen Verschärfung der Rhetorik  aus dem Lager von Ex-US-Präsident Donald Trump im speziellen und dessen republikanischer Partei allgemein. Noch in unklar, inwieweit ein aktueller Vorfall mit den wiederholten und sehr öffentlichen Anfeindungen in Verbindung zu bringen ist.

In den USA ist ein bewaffneter Mann nach einem Angriff auf ein Büro der Bundespolizei FBI von Einsatzkräften erschossen worden. Nach Angaben des FBI wollte der Mann am Donnerstag in das Büro des Federal Bureau of Investigation in Cincinnati im Bundesstaat Ohio eindringen. »Nach der Aktivierung eines Alarms und dem Eingreifen von bewaffneten FBI-Agenten ist die Person geflohen.«

Medienberichten zufolge feuerte der Mann eine Nagelpistole ab und zeigte ein halbautomatisches Gewehr, bevor er in einem Auto flüchtete. Nach Angaben der Polizei kam es zu einer Verfolgungsjagd, der Verdächtigte stoppte dann in einem ländlichen Gebiet. »Als das Fahrzeug zum Stillstand kam, gab es einen Schusswechsel zwischen Beamten vor Ort und dem Verdächtigen«, sagte ein Polizeisprecher.

Polizisten versuchten demnach zunächst, den Mann zur Aufgabe zu bewegen, dieser verweigerte das aber. Als er eine Waffe auf die Polizisten gerichtet habe, hätten die Beamten ihn erschossen, sagte der Polizeisprecher. »Er ist vor Ort seinen Verletzungen erlegen.«

Die genauen Hintergründe des Angriffs auf das FBI-Büro waren zunächst unklar. Die Attacke ereignete sich aber wenige Tage nach der Razzia des FBI in der Villa von Trump im Bundesstaat Florida. Die Durchsuchung des Anwesens Mar-a-Lago in Palm Beach hat in rechten Kreisen für Wut und Empörung gesorgt. Trump selbst hat die Razzia als politisch motiviert bezeichnet.

Drohungen gegen FBI von höchste Stelle kritisiert

FBI-Chef Christopher Wray beklagte am Mittwoch Drohungen gegen die Bundespolizei im Zusammenhang mit der Razzia und bezeichnete diese als »verwerflich und gefährlich«. US-Justizminister Merrick Garland betonte am Donnerstag, er habe die Durchsuchung bei Trump »persönlich genehmigt«.

DER SPIEGEL

Die Behörden haben keinen Grund für die Durchsuchung von Trumps Anwesen am Montagabend genannt. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine gerichtlich genehmigte Aktion im Zusammenhang mit Dokumenten, die Trump nach dem Ende seiner Präsidentschaft im Januar 2021 vom Weißen Haus nach Mar-a-Lago mitgenommen hatte, obwohl er laut Gesetz alle Dokumente dem Nationalarchiv hätte übergeben müssen.

jok/AFP
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