Black Lives Matter Schwarzer bei umstrittenem Polizeieinsatz getötet

Bei einem Polizeieinsatz in Columbus, Ohio, hat ein Afroamerikaner sein Leben verloren – der zweite Vorfall dieser Art in der Stadt innerhalb weniger Wochen. Die genauen Umstände sind unklar.
Vor wenigen Wochen war in Columbus der 23-jährige Afroamerikaner Casey Goodson bei einem Polizeieinsatz getötet worden

Vor wenigen Wochen war in Columbus der 23-jährige Afroamerikaner Casey Goodson bei einem Polizeieinsatz getötet worden

Foto: STEPHEN ZENNER / AFP

Bei einem Polizeieinsatz in Columbus im US-Bundesstaat Ohio ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ein Afroamerikaner getötet worden. Das teilte der Bürgermeister Andrew Ginther auf Twitter mit. Dass der beteiligte Polizist seine Körperkamera nicht angeschaltet habe, sei inakzeptabel. Der Beamte sei bis auf Weiteres vom Dienst suspendiert worden und eine Untersuchung des Falles sei eingeleitet.

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Wie die Polizei mitteilte, seien Beamte von einem Anwohner herbeigerufen worden, der beobachtet habe, wie ein Mann über längere Zeit in einem Auto gesessen und dieses an- und ausgeschaltet habe. Bei ihrer Ankunft hätten die Polizisten eine offene Garage vorgefunden, aus der ein Mann herausgekommen sei. Er habe ein Handy in seiner linken Hand getragen, seine rechte Hand sei nicht sichtbar gewesen. Einer der Polizisten habe daraufhin auf den Mann geschossen. Der 47-Jährige sei später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Weitere Details seien bislang nicht bekannt.

Erst Anfang Dezember war in Columbus ein Afroamerikaner bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Laut Polizei hatte ein Beamter den 23-Jährigen namens Casey Goodson bei der Fahndung nach Verdächtigen erschossen. Goodson sei aber nicht die gesuchte Person gewesen. Die Anwälte seiner Familie erhoben schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Sie erklärten, Goodson sei erschossen worden, als er seine Haustür aufgeschlossen habe. Für die von ihm getragene Waffe habe er eine Lizenz gehabt. Goodson sei weder vorbestraft gewesen, noch sei gegen ihn ermittelt worden.

In den USA ist es in diesem Jahr immer wieder zu heftigen Protesten wegen Polizeigewalt gegen Schwarze gekommen. Prominentestes Opfer war der Afroamerikaner George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota getötet worden war. Unter dem Motto Black Lives Matter kam es danach in den USA monatelang zu Massendemonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus, die teils von Ausschreitungen überschattet wurden.

kim/dpa
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