New York City Trump will keinen "Black Lives Matter"-Schriftzug vor seinem Gebäude

Der US-Präsident kritisiert Pläne des New Yorker Bürgermeisters, vor dem Trump Tower in Manhattan den antirassistischen Slogan anbringen zu lassen. Dadurch werde "die Luxusstraße verunglimpft".
Ein Schriftzug wie dieser vor der Brooklyns Borough Hall soll auch vor dem Trump Tower in Manhattan angebracht werden

Ein Schriftzug wie dieser vor der Brooklyns Borough Hall soll auch vor dem Trump Tower in Manhattan angebracht werden

Foto: Richard B. Levine/ imago images/Levine-Roberts

US-Präsident Donald Trump hat noch nie besondere Wertschätzung für die "Black-Lives-Matter"-Bewegung gezeigt - und beschwert sich nun über einen auf der New Yorker Fifth Avenue geplanten Schriftzug. Bürgermeister Bill de Blasio hatte vergangene Woche angekündigt, dass die Straße direkt vor dem Trump Tower im Zentrum Manhattans großflächig mit dem Slogan "Black Lives Matter" bemalt werden soll. Trump nannte den in ähnlicher Form auch vor dem Weißen Haus angebrachten Schriftzug ein "Symbol des Hasses".

Er kritisierte, dass die Stadt mit einem "großen, teuren, gelben Zeichen die Luxusstraße verunglimpft" und gleichzeitig das Polizeibudget um eine Milliarde Dollar reduziere.

Diesen Beschluss hatte am frühen Mittwochmorgen der Stadtrat getroffen. Eine Streichung von Stellen soll es dabei nicht geben, die Kürzung von rund sechs auf etwa fünf Milliarden Dollar geschieht vor allem durch Veränderungen in der Verwaltung und Arbeitsorganisation. So fallen beispielsweise künftig rund 5300 Polizisten in Schulen unter die Zuständigkeit des Bildungsressorts.

Rassistische Äußerungen und Kritik an "Black Lives Matter"

Trump behauptete in seinem Tweet, de Blasio hasse die Polizei der Stadt. Die Polizisten würden sich noch "lebhaft" an Schmähgesänge gegen sie erinnern, schrieb der Präsident weiter. Die von ihm zitierten Rufe waren bereits 2015 bei Protesten in Minnesota aufgenommen worden.

Trump hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach rassistisch geäußert und auch die "Black Lives Matter"-Bewegung hart kritisiert. In Umfragen unterstützt aber eine deutliche Mehrheit der US-Bevölkerung die großen Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd begonnen hatten.

mes/dpa
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