Stromnetz zerstört FBI ermittelt nach Angriffen auf Umspannwerke in North Carolina

Ein Unbekannter hat mit gezielten Schüssen das Stromnetz einer Gegend im US-Bundesstaat North Carolina zerstört. Zehntausende Menschen werden wohl noch Tage frieren. Jetzt untersucht die Bundespolizei den Fall.
Arbeiter versuchen, das Stromnetz zu reparieren

Arbeiter versuchen, das Stromnetz zu reparieren

Foto: JONATHAN DRAKE / REUTERS

Die US-Bundespolizei FBI ermittelt nach Angriffen auf Strom-Umspannwerke im Bundesstaat North Carolina. Seit dem Wochenende sind dort im Bezirk Moore County Zehntausende Menschen ohne Strom. Das FBI arbeite mit örtlichen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die »vorsätzlichen Angriffe« zu untersuchen, zitierte die »Washington Post« eine Sprecherin der FBI-Außenstelle in Charlotte.

Zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass zwei Umspannwerke am Samstag gezielt beschossen worden seien. Die Reparaturarbeiten sollen noch bis Donnerstag andauern. Bereits 9000 Menschen haben offenbar inzwischen wieder Elektrizität.

Wie bereits am Montag sollen nun auch am Dienstag die Schulen geschlossen bleiben. Auch Geschäfte haben geschlossen und verpassen so einen wichtigen Teil ihres Weihnachtsgeschäfts. Manche Cafés verschenken heißen Kaffee oder Essen.

Eine neue Stufe der Bedrohung

Der Gouverneur des Bundesstaats, Roy Cooper, bedankte sich bei allen Helfern – darunter »Strafverfolgungsbehörden, den Leuten, die den Verkehr regeln, weil die Ampeln ausgefallen sind, den Gesundheitsdienstleistern, dem Notfallpersonal und anderen, die ihr Bestes tun«.

Cooper sagte, dass die Ermittler des Staates und des Bundes »nichts unversucht lassen, um die Verantwortlichen zu finden«. »Der Schutz kritischer Infrastrukturen wie unseres Stromnetzes muss oberste Priorität haben«, sagte Cooper. »Diese Art von Angriff stellt eine neue Stufe der Bedrohung dar. Wir werden prüfen, wie wir mit unseren Energieversorgern und den Behörden auf Bundes- und Landesebene zusammenarbeiten können, um sicherzustellen, dass wir unsere Infrastruktur dort, wo es nötig ist, schützen.«

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass der Angriff ein Versuch gewesen sei, eine örtliche Dragshow zu vereiteln. Sheriff Ronnie Fields betonte, dass es dafür bisher keine Hinweise gebe.

mfh/dpa

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.