Großeinsatz der Polizei im US-Bundesstaat Texas Geiselnahme in US-Synagoge

In der Nähe der texanischen Stadt Dallas ist ein Mann während des Gottesdienstes in eine Synagoge eingedrungen und hat mehrere Menschen als Geiseln genommen. Das berichten US-Medien.
Spezialeinheiten der Polizei während des Einsatzes vor der Beth Israel Synagoge in Conneyville, Texas

Spezialeinheiten der Polizei während des Einsatzes vor der Beth Israel Synagoge in Conneyville, Texas

Foto: ANDY JACOBSOHN / AFP

Ein Mann hat am Samstag in einer Synagoge im US-Bundesstaat Texas offenbar mehrere Menschen in seine Gewalt bracht. Spezialkräfte der Polizei waren in der rund 40 Kilometer westlich von Dallas gelegenen Kleinstadt Colleyville im Einsatz. US-Präsident Joe Biden sei über die Lage vor Ort informiert worden, teilte das Weiße Haus mit. Berichten zufolge verlangt der Täter die Freilassung seiner wegen Terrorvorwürfen verurteilten Schwester.

Die örtliche Polizei rief die Einwohner dazu auf, das Gebiet rund um die Synagoge zu meiden. Auch Beamte der US-Bundespolizei FBI waren vor Ort, wie auf Aufnahmen des Senders CNN zu sehen war.

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Der Sender ABC News berichtete, der Verdächtige habe den Rabbiner und drei weitere Personen als Geiseln genommen. Der Täter sei bewaffnet und habe nach eigenen Angaben an mehreren Orten Bomben platziert.

Geiselnehmer fordert Freilassung pakistanischer Wissenschaftlerin

Laut ABC behauptet der Mann, er sei der Bruder der pakistanischen Wissenschaftlerin Aafia Siddiqui, die 2010 in den USA wegen Terrorvorwürfen zu 86 Jahren Haft verurteilt worden war. Der Fall hatte in Pakistan für große Empörung gesorgt. Der mutmaßliche Geiselnehmer verlangt dem ABC-Bericht zufolge die Freilassung seiner Schwester.

In einer Liveübertragung des Morgengebets der Gemeinde, die auf Facebook gestreamt wurde, war die Stimme eines Mannes zu hören, der danach verlangte, mit seiner Schwester zu telefonieren. Außerdem war zu hören, wie er sagte: »Ich werde sterben« und »Mit Amerika stimmt etwas nicht«.

Nach Informationen der »Dallas Morning News« verhandelte die Polizei mit dem Geiselnehmer. Es sei unklar, wie viele Menschen sich in dem Gebäude befänden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Demnach lagen keine Hinweise auf Verletzte in der Synagoge vor.

atb/Reuters/AFP