Midterms in den USA Demokratin Mary Peltola gewinnt in Alaska erneut gegen Sarah Palin

Bei einer außerplanmäßigen Wahl im August hatte die US-Demokratin Mary Peltola überraschend Tea-Party-Ikone Sarah Palin besiegt. Bei den Midterms traten die beiden in Alaska nun wieder gegeneinander an. Es war knapp.
Mary Peltola bei einer Wahlparty am 8. November in Anchorage, Alaska

Mary Peltola bei einer Wahlparty am 8. November in Anchorage, Alaska

Foto: Kerry Tasker / REUTERS

Die Demokratin Mary Peltola hat sich bei der Abstimmung über einen Kongresssitz erneut gegen die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin durchgesetzt. Das meldeten am Mittwochabend (Ortszeit) unter anderem die Sender CNN und ABC auf Grundlage von Stimmauszählungen. Laut der »New York Times«  kam Peltola auf 54,9 Prozent der Stimmen.

Die 49-jährige Peltola hatte bereits für viel Aufsehen gesorgt, als sie bei einer Nachwahl für den Abgeordnetensitz im August Palin bezwungen hatte. Der Sitz war durch den Tod des langjährigen republikanischen Abgeordneten Don Young freigeworden – was damals zu der außerplanmäßigen Wahl führte.

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Bei den Kongresswahlen vor rund zwei Wochen musste Peltola nun aber noch einmal antreten, weil der Sitz regulär zur Abstimmung stand. Bei den sogenannten Midterms wurde unter anderem das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Die große Frage war, ob sich Peltola nur wenige Monate später noch einmal durchsetzen kann – sie trat erneut gegen Palin und den Geschäftsmann Nick Begich an.

Weil bei der Auszählung am Wahltag niemand eine absolute Mehrheit erreichte, klärte sich der Wahlausgang nun erst mit Verzögerung.

Peltola ist die erste Frau und die erste Ureinwohnerin, die für Alaska ins Repräsentantenhaus einzog – und war bei der Sonderabstimmung im Sommer die erste Demokratin seit einem halben Jahrhundert, die den Bundesstaat in der Kammer vertritt.

Für Palin ist ihre erneute Niederlage hingegen eine herbe Enttäuschung. Sie war von 2006 bis 2009 Gouverneurin Alaskas und galt einst als Ikone der radikal konservativen und populistischen Tea-Party-Bewegung. Auch als Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner erlangte sie einige Bekanntheit.

Sarah Palin: Zweite Wahl, zweite Niederlage

Sarah Palin: Zweite Wahl, zweite Niederlage

Foto:

Bill Roth / AP

An den Mehrheitsverhältnissen im Repräsentantenhaus ändert das Ergebnis in Alaska nichts. Die Republikaner haben dort bei den US-Zwischenwahlen eine knappe Mehrheit errungen und werden ab Anfang Januar das Sagen haben. Im Senat hatten die Demokraten ihre Mehrheit verteidigen können.

aar/dpa
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