USA Rekordbeteiligung bei Stichwahl um Senatsposten in Georgia

Die USA schauen gebannt nach Georgia – es geht um zwei entscheidende Senatssitze. Mehr als 2,8 Millionen Wahlberechtigte nutzten bereits die Möglichkeit, ihre Stimme vor dem eigentlichen Votum abzugeben.
Ansturm von Frühwählern im überwiegend republikanischen Landkreis Georgia

Ansturm von Frühwählern im überwiegend republikanischen Landkreis Georgia

Foto: Robin Rayne / imago images/ZUMA Wire

Wenige Tage vor den Senats-Stichwahlen im US-Bundesstaat Georgia zeichnet sich eine Rekordbeteiligung ab. Mehr als 2,8 Millionen Wahlberechtigte nutzten die Möglichkeit, ihre Stimme vor dem eigentlichen Votum am 5. Januar abzugeben, wie aus am Donnerstag veröffentlichten staatlichen Daten hervorgeht.

Das sind bereits deutlich mehr als bei der Senatswahl im Jahr 2008 als insgesamt 2,1 Millionen Stimmen abgegeben wurden. Demokraten und Republikaner ringen um zwei Senatorenposten. Der Ausgang entscheidet darüber, ob der künftige Präsident Joe Biden mit Unterstützung einer parlamentarischen Mehrheit regieren kann, oder ob er es mit einem gespaltenen Kongress zu tun bekommt, der ihm die Umsetzung vieler Projekte oder die Besetzung wichtiger Kabinettsposten erheblich erschweren könnte.

Die Stichwahl wurde nötig, weil keiner der Kandidaten bei der Kongresswahl am 3. November die nötige absolute Mehrheit erringen konnte. Bislang haben mit Kelly Loeffler und David Perdue Republikaner die Posten inne.

Republikaner David Perdue (r.) befindet sich nach einem Corona-Kontakt in Quarantäne

Republikaner David Perdue (r.) befindet sich nach einem Corona-Kontakt in Quarantäne

Foto: John Bazemore / AP

Können sie mindestens einen der zwei Sitze verteidigen, behalten die Republikaner im Senat die Mehrheit. Erobern jedoch die Demokraten – Raphael Warnock und Jon Ossof – beide Sitze, kommt es zu einem 50-zu-50-Patt. Bei unentschiedenen Abstimmungen in der Kammer läge es dann an der designierten Vizepräsidentin Kamala Harris, mit ihrem Stimmrecht eine Entscheidung herbeizuführen. Die Demokraten wären somit faktisch in beiden Kongresskammern im Vorteil, denn die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben sie bereits sicher.

mjm/rtr
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