Spannungen mit China USA schicken erneut zwei Flugzeugträger ins Südchinesische Meer

Zwei Flugzeugträger-Verbände waren an einer Übung des US-Militärs im Südchinesischen Meer beteiligt. Die US-Marine bestreitet einen Zusammenhang mit politischen Ereignissen zwischen den USA und China.
Die "USS Ronald Reagen" fuhr ins Südchinesische Meer (Archivbild)

Die "USS Ronald Reagen" fuhr ins Südchinesische Meer (Archivbild)

Foto: Jason Tarleton/ dpa

Die USA haben erneut zwei Flugzeugträger-Verbände ins Südchinesische Meer geschickt. Angeführt von den Trägerschiffen USS "Nimitz" und USS "Ronald Reagan" seien Übungen unter Beteiligung von mehr als 12.000 Soldaten am Freitag fortgesetzt worden, teilte die US-Marine mit . Das Militär hatte die Flugzeugträger erst Anfang des Monats zu Manövern in das zwischen mehreren Staaten umstrittene Seegebiet zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen entsandt.

Die US-Regierung hatte am Montag Chinas weitgehende Gebietsansprüche im rohstoffreichen Südchinesischen Meer formell zurückgewiesen. Ein entsprechendes Urteil des Internationalen Schiedsgerichtshofs in Den Haag von 2016 ignoriert China. Die US-Marine erklärte, die Präsenz der Kriegsschiffe sei nicht als Reaktion auf spezifische politische Ereignisse zu verstehen.

Anfang Juli hatten die USA chinesische Militärübungen rund um eine Inselgruppe im Südchinesischen Meer als Bedrohung für die Stabilität in der Region kritisiert. China und andere an das Südchinesische Meer angrenzende Staaten erheben rivalisierende Gebietsansprüche in dem Seegebiet. China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich.

Die Spannungen zwischen den USA und China spitzen sich derzeit wegen einer Reihe von Streitthemen merklich zu. Ärger gibt es unter anderem wegen Chinas Sicherheitsgesetz für Hongkong, den Umgang mit der Corona-Pandemie, Visa für Journalisten und Studenten oder Beschränkungen bei Technologieexporten.

ptz/dpa
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