Venezuelas Staatschef USA setzen 15 Millionen Dollar für Festnahme Maduros aus

Macht Venezuelas Präsident Maduro gemeinsame Sache mit Drogenkartellen? Diesen Vorwurf erhebt die Justiz in den USA - die US-Regierung setzt Millionen Dollar für Maduros Ergreifung aus.
Nicolás Maduro

Nicolás Maduro

Foto: Matias Delacroix/ AP

Das US-Außenministerium zahlt bis zu 15 Millionen Dollar Belohnung für die Ergreifung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Das verkündete US-Außenminister Mike Pompeo.

Zuvor war bekannt geworden, dass die US-Justiz den linksnationalistischen Staatschef anklagen will. Dies gab US-Justizminister Bill Barr bekannt. Demnach macht Maduro mit kolumbianischen Drogenkartellen gemeinsame Sache, um "die USA mit Kokain zu überfluten". "Heute wird Nicolás Maduro vom US-Justizministerium angeklagt", schrieb der konservative Senator Marco Rubio bei Twitter. Der Vorwurf werde auf "Drogen-Terrorismus" lauten.

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Dass ein aktueller Staatschef angeklagt wird, ist ein seltener Vorgang und eine neue Eskalationsstufe zwischen der US-Regierung und Maduro. Die US-Regierung steht ihm seit Langem feindlich gegenüber. Die US-Regierung hatte Maduro schon mehrfach vorgeworfen, Venezuela in einen "Drogensumpf" zu verwandeln, um die US-Sanktionen gegen den Ölsektor des Landes auszugleichen.

Die USA und viele Verbündete, darunter auch Deutschland, wollen Venezuelas sozialistischen Präsidenten Maduro zum Rückzug bewegen und haben stattdessen Juan Guaidó anerkannt. Dieser hatte sich im Januar vergangenen Jahres selbst zum Interimspräsidenten ernannt und kämpft seitdem mit Maduro um die Macht. Anfangs war ein schneller Wechsel in Caracas mithilfe des venezolanischen Militärs erwartet worden.

Guaidó spricht Maduro die Legitimation als Staatschef ab, weil dessen Wiederwahl nicht demokratischen Standards entsprochen habe. Er konnte sich bislang nicht gegen Maduro durchsetzen - vor allem, weil das Militär weiter zum Präsidenten hält, ebenso Russland und China. Das ölreiche Venezuela ist unter Maduros Führung und harten US-Sanktionen unter anderem gegen das venezolanische Finanzsystem, den staatlichen Ölkonzern PdVSA und die Maduro-Regierung in eine dramatische Wirtschaftskrise geraten; viele Menschen sind außer Landes geflohen.

vks/AFP
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