Kampf gegen Shabaab-Terrormiliz Biden kassiert Trumps Beschluss – USA stationieren wieder Soldaten in Somalia

Donald Trump ordnete den Abzug aller fest stationierten US-Soldaten aus Somalia an, Nachfolger Joe Biden richtet nun erneut ein kleines Kontingent ein. Grund ist die erstarkende Terrormiliz Al-Shabaab.
Gefährliches Pflaster: Schäden nach einem Terroranschlag der Islamistenmiliz Al-Shabaab am Flughafen Mogadischu am 11. Mai

Gefährliches Pflaster: Schäden nach einem Terroranschlag der Islamistenmiliz Al-Shabaab am Flughafen Mogadischu am 11. Mai

Foto: SAID YUSUF WARSAME / EPA

Der Einsatz ist vergleichsweise klein, die Symbolkraft jedoch umso größer: Die USA wollen im Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab wieder Soldaten in Somalia stationieren.

Wie ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung am Montag in einer Telefonschalte mit Journalisten mitteilte, werde der Ende 2020 von Präsident Joe Bidens Amtsvorgänger Donald Trump angeordnete Abzug aus dem ostafrikanischen Land rückgängig gemacht.

Grund sei, dass Al-Shabaab seit dem US-Abzug wieder an Stärke gewonnen habe. US-Spezialkräfte seien nach dem Abzug zwar immer wieder in rotierenden Einsätzen im Land gewesen. Nun werde es aber wieder eine ständige Stationierung geben. Die Zahl der Soldaten werde bei weniger als 500 und damit unter dem Niveau vor dem Abzug liegen. Die US-Truppen sollen demnach somalische Einheiten trainieren und im Kampf gegen die Terroristen unterstützen.

Trumps beschloss Abzug aus Somalia nach Bidens Wahlsieg

Die sunnitische Terrorgruppe Al-Shabaab kämpft seit Jahren in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Der Republikaner Trump hatte den Abzug der US-Truppen aus Somalia in seinen letzten Wochen im Amt angeordnet – nach seiner Wahlniederlage gegen den Demokraten Biden. Die rund 750 US-Soldaten unterstützten dort die somalische Regierung und die lokalen Sicherheitskräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.

Problematisch an den rotierenden Einsätzen sei etwa die damit verbundene Ein- und Ausreise gewesen, die ein »unnötiges und erhöhtes Risiko« geschaffen habe.

Der US-Regierungsvertreter sagte, Al-Shabaab sei zum größten und reichsten Verbündeten des Terrornetzwerks Al-Qaida geworden. Die Terrororganisation sei in den vergangenen Jahren für den Tod von mehr als einem Dutzend US-Amerikaner in Afrika verantwortlich gewesen. Biden folge mit der erneuten Stationierung der US-Soldaten einer Empfehlung von Verteidigungsminister Lloyd Austin.

fek/dpa/Reuters