»New York Times«-Bericht USA wollen offenbar bis zu 50 Abrams-Panzer in die Ukraine schicken

Die Entscheidung soll gefallen sein: Wie die »New York Times« meldet, wird die US-Regierung zwischen 30 und 50 Kampfpanzer vom Typ M1-Abrams an die Ukraine liefern.
Amerikanische Abrams-Kampfpanzer (im Oktober 2019 in der Nähe von Vilnius)

Amerikanische Abrams-Kampfpanzer (im Oktober 2019 in der Nähe von Vilnius)

Foto:

Mindaugas Kulbis / AP

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden will die Ukraine im Kampf gegen Russland offenbar noch stärker unterstützen: Wie die »New York Times« berichtet , wollen die USA Dutzende M1-Abrams-Kampfpanzer in das Land schicken. Die Zeitung beruft sich dabei auf namentlich nicht genannte Quellen innerhalb der Regierung. Offiziell könnte der Schritt demnach schon am Mittwoch (Ortszeit) verkündet werden.

Eine der Quellen soll der Zeitung gesagt haben, dass es sich um 30 bis 50 Panzer handeln könnte.

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Die USA hatten bisher stets betont, die Bereitstellung der Abrams-Panzer sei aus praktischen Gründen nicht sinnvoll. Die US-Panzer müssten über den Atlantik transportiert werden, die Instandhaltung sei aufwendiger, und sie verbrauchten zu viel Treibstoff, hieß es bisher aus dem Verteidigungsministerium.

Am Dienstagnachmittag hatte dann das »Wall Street Journal« berichtet , dass eine US-Ankündigung über die Zusage »einer größeren Anzahl« der M1 Abrams noch diese Woche kommen könnte. Auch diese Meldung basierte auf anonymen Quellen innerhalb der Regierung.

Das Pentagon hatte diesen Zeitungsbericht nicht bestätigt. »Ich habe zu diesem Zeitpunkt nichts anzukündigen«, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Pat Ryder. Auch er betonte dabei erneut, dass die Instandhaltung der M1-Abrams-Panzer eine Herausforderung sei. »Das war gestern so, das ist heute so, und das wird auch in Zukunft so sein.«

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass die Bundesregierung nach wochenlangem Hin und Her deutsche Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine liefern will . Zuletzt hatte es Berichte gegeben, wonach Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Lieferung der amerikanischen Abrams-Panzer dafür zur Bedingung gemacht habe. Berlin und Washington hatten diese Berichte allerdings zurückgewiesen.

Die deutschen Leopard-Panzer sollen nun nach SPIEGEL-Informationen aus Bundeswehrbeständen kommen; es gehe um mindestens eine Kompanie Leopard 2A6. Die Ausstattung einer Kompanie bedeutet, 14 der Waffensysteme zu übergeben. Mittel- bis langfristig könnten weitere Kampfpanzer aus Beständen der Industrie für den Einsatz hergerichtet werden.

aar/dpa
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