Für mehr Gleichberechtigung Neuer Zusammenschluss der Staats- und Regierungschefinnen bei den Vereinten Nationen

Bei der Uno-Vollversammlung in New York haben Regierungschefinnen aus der ganzen Welt einen neuen Verband gegründet. Sie betonen, dass gerade in Krisen alle von mehr Frauen in der Politik profitieren.
Finnlands Premierministerin Sanna Marin

Finnlands Premierministerin Sanna Marin

Foto: IMAGO/elyxandro cegarra / IMAGO/PanoramiC

Die bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen vertretenen Staats- und Regierungschefinnen haben sich in einem neuen Verband zusammengetan und für mehr Gleichberechtigung ausgesprochen. »Wenn mehr Frauen anführen, im politischen wie im privaten Leben, profitieren alle davon, besonders in Krisen«, sagte Sima Bahous, Vorsitzende der Uno-Frauenorganisation »UN Women« bei einem Treffen des neuen Zusammenschlusses »UNGA Platform of Women Leaders«. »Wir müssen jeden möglichen Weg finden, die Stärken, die weibliche Anführer mitbringen, zum Ausdruck zu bringen.«

Von den 193 Mitgliedsländern der Vereinten Nationen haben nach Angaben des Zusammenschlusses derzeit nur 28 eine Staats- oder Regierungschefin – darunter die finnische Premierministerin Sanna Marin, die ungarische Präsidentin Katalin Novák oder die Premierministerin von Aruba, Evelyn Wever-Croes. Zudem stellten Frauen weltweit lediglich 21 Prozent der Minister, 26 Prozent der Parlamentarier und 34 Prozent der gewählten Lokalpolitiker.

Am Auftakttag der Generaldebatte der Vereinten Nationen waren unter den 33 angekündigten Rednern nur zwei Frauen. Bis Montag werden bei der Generaldebatte der Uno-Vollversammlung insgesamt mehr als 140 Staats- und Regierungschefs erwartet – die überwiegende Mehrheit ist männlich.

czl/dpa
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