Syrisch-türkische Grenze Viele Tote bei Tanklasterexplosion in Afrin

Bei einer Explosion in der syrischen Stadt Afrin sind mehr als 20 Menschen getötet worden. An einem Tanklaster soll sich eine Bombe befunden haben.
Eine Straße kurz nach der Bombenexplosion

Eine Straße kurz nach der Bombenexplosion

Foto: Turkish Defense Ministry/ Anadolu Agency/ Getty Images

Bei der Explosion eines Tanklasters in der von Regierungsgegnern kontrollierten nordsyrischen Stadt Afrin sind nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten sei auf 47 gestiegen, teilte das Ministerium auf Twitter mit. Die Nachrichtenagentur dpa sprach von mindestens 20 Toten.

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Der Lastwagen sei an einem Markt der Stadt explodiert, erklärte die Rettungsorganisation Weißhelme auf Twitter. Die Suche nach Opfern gehe weiter. Es ist unklar, wer für die Explosion verantwortlich ist. Das türkische Verteidigungsministerium beschuldigte auf Twitter die Kurdenmiliz YPG.

Die von Kurden geprägte Region um Afrin liegt direkt an der Grenze zur Türkei. Türkische Truppen und verbündete syrische Rebellen hatten dort im Frühjahr 2018 eine Offensive begonnen und das Gebiet der YPG eingenommen. Ein wissenschaftliches Gutachten des Bundestages kam zu dem Schluss, dass die dortige türkische Präsenz völkerrechtlich die Kriterien einer Militärbesatzung erfülle.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Anschläge in Afrin gegeben. Die Türkei sieht in der YPG den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie deswegen. Die Miliz ist zugleich in Syrien der wichtigste Partner der USA und ihrer Verbündeten im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

höh/dpa/AP/Reuters
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