Schlechte Quote für Parteitag Weniger Amerikaner wollen die Trump-Show sehen

Nach dem Parteitag der Demokraten hatte Donald Trump noch über deren Einschaltquote gelästert - nun liegen erste Zahlen für die Republikaner vor. Sie dürften dem Präsidenten nicht gefallen.
Donald Trump (l.) und sein Vize Mike Pence: Knapp drei Millionen weniger vor den Fernsehern

Donald Trump (l.) und sein Vize Mike Pence: Knapp drei Millionen weniger vor den Fernsehern

Foto: Travis Dove / AP

Donald Trump hegt ein reges Interesse an den eigenen Beliebtheitswerten. Das weiß die breite Öffentlichkeit spätestens seit der Posse um die Zuschauerzahl bei seiner Amtseinführung 2017. Da überrascht es wenig, dass der US-Präsident auch die TV-Zahlen rund um seine Person genau im Auge behält. Und was da aktuell ermittelt wurde, dürfte den ehemaligen Reality-TV-Star wenig erfreuen.

Der Parteitag der Republikaner ist am ersten Abend bei den TV-Einschaltquoten hinter dem Treffen der Demokraten in der vergangenen Woche zurückgeblieben. Die Republikaner hätten am Montagabend verteilt über sechs Fernsehsender 15,84 Millionen Zuschauer vor die Geräte gelockt, wie US-Medien am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Firma Nielsen Media Research berichteten.

Am ersten Abend des Parteitags der Demokraten exakt eine Woche zuvor waren es demnach 18,69 Millionen Zuschauer. Trump hatte die Einschaltquoten der Demokraten nach deren erstem Abend als "sehr schlecht" bezeichnet.

Das Treffen der eigenen Partei wird eine Show ganz im Zeichen des amtierenden Präsidenten werden, er soll an jedem der vier Tage auftreten. Zumindest am ersten Abend, als Trump zum Auftakt haltlose Behauptungen über angebliche Wahlmanipulation verbreitete, hat das noch nicht den gewünschten Zuschauereffekt gebracht.

Die Politshows müssen wegen Corona weitgehend virtuell stattfinden

Nielsens Quoten berücksichtigen nicht die Zuschauer, die die Parteitage über Streamingplattformen verfolgen. Die Zahl der Zuschauer bei den Republikanern lag rund 30 Prozent niedriger als beim Parteitag 2016, als Trump erstmals zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl nominiert wurde.

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In diesem Jahr finden die Parteitage wegen der Corona-Pandemie weitgehend virtuell statt. Traditionell sind sie Megaevents mit Tausenden Delegierten und Gästen. Sie sollen die Begeisterung für die Kandidaten wenige Monate vor der Wahl schüren.

Die Delegierten beim Parteitag der Republikaner hatten am Montag Trump einstimmig als ihren Kandidaten für die Wahl am 3. November nominiert. Er will die Nominierung mit einer Rede vom Weißen Haus aus am Donnerstag annehmen. In der vergangenen Woche hatten die Demokraten Ex-Vizepräsident Joe Biden als Kandidaten gekürt.

jok/dpa
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