Anschlag in Wien Bundespolizei kontrolliert Grenze zu Österreich mit erhöhter Wachsamkeit

Noch ist unklar, ob der erschossene Täter von Wien allein handelte. Die Kontrolle der Grenze zwischen Deutschland und Österreich gilt nun als "taktischer Schwerpunkt".
Polizisten kontrollieren die Grenze zwischen Deutschland und Österreich bei Neuhaus am Inn (Archivbild)

Polizisten kontrollieren die Grenze zwischen Deutschland und Österreich bei Neuhaus am Inn (Archivbild)

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Nach dem schweren Anschlag in Wien kontrolliert die Bundespolizei die deutsch-österreichische Grenze mit erhöhter Wachsamkeit. "Unsere Kräfte sind entsprechend sensibilisiert", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam der Nachrichtenagentur AFP. Die Kontrolle der Grenze sei nun ein "taktischer Schwerpunkt". Die Grenzbeamten beobachteten genau, ob es Auffälligkeiten "aus dem entsprechenden Spektrum" gebe.

DER SPIEGEL

Mindestens ein islamistischer Terrorist hatte am Montagabend in der Wiener Innenstadt um sich geschossen. Der österreichische Innenminister Karl Nehammer bezeichnete den Angreifer am Dienstagmorgen als "Sympathisanten der Terrormiliz IS". Der Täter wurde nach der Tat erschossen.

Unklar ist derzeit, ob der Täter allein handelte. "Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt", sagte Nehammer. Die entsprechenden Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Nach mindestens einem weiteren Flüchtigen wird demnach mit einem Großaufgebot gefahndet.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach von einem "widerwärtigen Terroranschlag". Unter den vier zivilen Opfern waren zwei Männer und zwei Frauen. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden etwa 15 Menschen teils schwer verletzt.

mrc/AFP
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