Zum Inhalt springen

Auftritt im französischen Fernsehen Lawrow weist Spekulationen über Erkrankung Putins zurück

Seit Langem ranken sich Gerüchte um den Gesundheitszustand von Kremlchef Wladimir Putin. Außenminister Sergej Lawrow hat die Theorien in einem Interview erstmals kommentiert.
Um die Gesundheit von Wladimir Putin kreisen viele Gerüchte

Um die Gesundheit von Wladimir Putin kreisen viele Gerüchte

Foto: Mikhail Metzel / AP

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Gerüchte über eine Erkrankung von Kremlchef Wladimir Putin dementiert. »Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen in dieser Person Anzeichen für irgendeine Art von Krankheit oder Gebrechen sehen können«, sagte Lawrow am Sonntag auf eine entsprechende Frage des französischen Fernsehsenders TF1.

Putins Privatleben ist in Russland ein Tabuthema

Putin, der im Oktober 70 Jahre alt wird, trete jeden Tag in der Öffentlichkeit auf. »Man kann ihn auf Bildschirmen sehen, seine Reden lesen und anhören«, sagte Lawrow laut einer vom russischen Außenministerium veröffentlichten Stellungnahme. Putins Gesundheit und sein Privatleben sind in Russland ein Tabuthema.

Spekulationen um Putins Gesundheitszustand gibt es allerdings schon seit mindestens zehn Jahren. Bereits 2012 waren Gerüchte aufgekommen, weil der Staatschef zwei Monate lang keine Auslandsreisen unternommen hatte. Wochenlang wiederholte sein Sprecher, der Kremlchef erfreue sich bester Gesundheit. Nur zeigten TV-Bilder anderes: Putin hinkend auf dem Roten Platz oder sich abstützend auf einem Rednerpult.

Putin, der seit mehr als zwei Jahrzehnten die Geschicke Russlands bestimmt, hatte am 24. Februar den Krieg gegen die Ukraine begonnen. Tausende Menschen wurden seitdem getötet und Millionen Ukrainer in die Flucht getrieben. Der Westen verhängte beispiellose Sanktionen gegen Russland.

muk/AFP