Xi Jinping Chinas Staatschef gratuliert Biden zum Sieg

Wladimir Putin schweigt immer noch, aber Xi Jinping hat es nun getan: Chinas Staatschef beglückwünschte Joe Biden zu seinem Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl.
Chinas Staatschef Xi Jinping

Chinas Staatschef Xi Jinping

Foto: Mark Schiefelbein/ AP

Nach längerem Zögern hat nun auch Chinas Staatschef Xi Jinping dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden zum Wahlsieg gratuliert. Xi habe ein entsprechendes Telegramm an den Demokraten geschickt, berichteten chinesische Staatsmedien. Darin habe Xi auch für gegenseitigen Respekt und Kooperation geworben. Xis Stellvertreter Wang Qishan (lesen Sie hier ein Porträt) gratulierte demnach auch Kamala Harris, die Vizepräsidentin werden soll.

China ist damit einer der letzten Staaten, die Biden zu seinem Sieg über Amtsinhaber Donald Trump beglückwünscht haben. Für die Verzögerung gibt es keine offizielle Erklärung. Möglicherweise wollte Peking die Beziehungen zu Noch-Präsident Trump nicht verschlechtern, solange der seine Niederlage nicht eingestanden hat.

Der Kreml schweigt noch

Russlands Staatschef Wladimir Putin schweigt dagegen immer noch über den Ausgang der US-Wahl. »Wir halten es für richtig, bis zur offiziellen Verkündung der Ergebnisse der Wahl zu warten«, sagte Putins Sprecher Dmitrij Peskow kürzlich der Agentur Interfax zufolge. Putin sei zur Zusammenarbeit mit jedem Präsidenten bereit und achte die Wahl der amerikanischen Bevölkerung.

Die US-Präsidentschaftswahl fand am 3. November statt. Nach mehrtägiger Hängepartie wegen enger Auszählungen erklärten die US-Fernsehsender Biden am 7. November zum Wahlsieger und damit zum nächsten Präsidenten des Landes. Trump hat seine Niederlage bisher nicht eingestanden und behauptet, bei der Abstimmung sei massiv betrogen worden. Belege dafür gibt es keine, entsprechende Gerichtsverfahren Trumps blieben erfolglos. Inzwischen wurde aber immerhin der Prozess zur Amtsübergabe an Biden eingeleitet. Das Übergangsteam des neugewählten Präsidenten, der am 20. Januar vereidigt werden soll, bekommt Zugang zu Bundesmitteln, Behördengebäuden, Mitarbeitern und wichtigen Regierungsinformationen.

als/Reuters/AFP