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Zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina Boot mit Geflüchteten kentert – zehn Tote

Auf dem Grenzfluss Drina zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina ist ein Boot mit zahlreichen Geflüchteten verunglückt. Mindestens zehn Menschen starben, darunter ein neun Monate altes Baby.
Serbische Polizei bei der Suche nach Vermissten am Fluss Drina nahe der Grenzstadt Ljubovija

Serbische Polizei bei der Suche nach Vermissten am Fluss Drina nahe der Grenzstadt Ljubovija

Foto: AP

Beim Kentern eines mit Geflüchteten besetzten Bootes auf dem Grenzfluss Drina zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sei ein etwa neun Monate altes Baby, teilte der serbische Innenminister Ivica Dacic am Donnerstag mit. Mehrere Personen wurden nach Angaben des bosnischen Katastrophenschutzes vermisst. Das mit mehr als zwei Dutzend Menschen besetzte Boot war demnach nahe der serbischen Grenzstadt Ljubovija gekentert.

18 Menschen konnten sich retten

Suchmannschaften und Taucher hatten nach Angaben des bosnischen Katastrophenschutzes zuvor neun Leichen gefunden. Zur Staatsangehörigkeit der Opfer konnten die Behörden zunächst keine Angaben machen. 18 Menschen konnten sich laut Polizei ans Ufer retten, darunter drei Kinder.

Serbien und Bosnien-Herzegowina liegen auf der sogenannten Balkanroute in Richtung Europäische Union. In den vergangenen Monaten kamen nach offiziellen Angaben vor allem Menschen aus Syrien, Afghanistan, der Türkei, Marokko und Pakistan über diese Strecke.

Die Zahl der Geflüchteten auf dem Weg über Serbien ist nach Angaben der serbischen Regierung deutlich zurückgegangen: In der ersten Jahreshälfte verzeichnete die Polizei bislang rund 10.400 irreguläre Einreisen nach Serbien, fast 70 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

lph/AFP