Autobahn 45 Marode Brücke voll gesperrt – Verkehrschaos in Nordrhein-Westfalen

Die Strecke gilt als »Lebensader für Südwestfalen« – nun musste auf der A45 eine 453 Meter lange Talbrücke wegen Schäden über Nacht gesperrt werden. Die Folge: Umleitungen und kilometerlange Staus.
Bereits in der Nacht zum Freitag staute es sich auf der A45 an der Ausfahrt Lüdenscheid-Mitte

Bereits in der Nacht zum Freitag staute es sich auf der A45 an der Ausfahrt Lüdenscheid-Mitte

Foto: Cédric Nougrigat / dpa

Die Vollsperrung einer maroden Autobahnbrücke hat in Nordrhein-Westfalen ein Verkehrschaos ausgelöst. Die Autobahn 45 kann zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid in beiden Richtungen nicht befahren werden, nachdem die Autobahn GmbH die Talbrücke Rahmede am Donnerstagabend gesperrt hatte. Zuvor waren Schäden an der Brücke festgestellt worden.

»Die Schäden, die wir an einer Stelle gefunden haben, machen eine sofortige Sperrung notwendig«, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, NRW-Direktorin der Autobahn GmbH. »Um zu prüfen, ob und wie die Brücke weiter genutzt werden kann, haben wir Experten hinzugezogen, um das Bauwerk intensiv zu untersuchen.«

Der Verkehr soll nun über die Umleitung U16 geführt und zudem großräumig über das Verkehrsleitsystem der Autobahn umgeleitet werden. Im morgendlichen Berufsverkehr bildeten sich am Freitag bereits lange Warteschlangen. Laut WDR-Staumelder staute sich der Verkehr in Richtung Hagen gegen 7.30 Uhr bereits auf einer Länge von rund zehn Kilometern.

Wie es nach der Brückensperrung weitergehen soll, ist noch unklar

Wie es nach der Brückensperrung weitergehen soll, ist noch unklar

Foto: Cédric Nougrigat / dpa

In Richtung Gießen gab es zur selben Zeit sechs Kilometer Stau. Der Zeitverlust betrage in Richtung Hagen mehr als eine halbe Stunde, in Richtung Gießen 20 Minuten, teilte der ADAC mit. Im Laufe des Freitags will die Autobahn GmbH darüber informieren, wie es auf der sogenannten Sauerlandlinie nun weitergeht.

»Lebensader für alle Menschen in Südwestfalen«

»Es braucht jetzt schnellstmöglich ein Konzept für weiträumige Umleitungen. Die Sauerlandlinie ist eine Lebensader für alle Menschen in Südwestfalen«, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums. Die Region sei mit den Sperrungen im Straßennetz nach der Unwetterkatastrophe bereits stark belastet.

Kommunen und Kammern müssten an einem runden Tisch über die Abstimmung weiterer Maßnahmen eng eingebunden werden. »Die A45 ist eine der wichtigsten Fernstraßen in unserem Land mit hohem Schwerverkehrsanteil«, so der Sprecher.

Für die mehr als 450 Meter lange Brücke, die 1968 errichtet wurde, gibt es seit Langem Neubaupläne.

fww/dpa
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