100 km/h zu schnell US-Tourist nimmt an Raserduell teil - 4000 Euro Strafe

Einem Touristen aus den USA gingen die Pferde durch: Auf einer Hamburger Autobahn ließ er sich zu einem Rennen verleiten. Statt erlaubten 40 bis 60 km/h raste er mit bis zu 140 km/h über die dicht befahrene Straße – mit teuren Konsequenzen.


Hamburg – In Deutschland genießen viele Touristen den uneingeschränkten Geschwindigkeitsrausch auf den Autobahnen. Doch auch hierzulande stehen ab und zu Tempo-Schilder am Straßenrand – wie auf einer Autobahn in Hamburg. Polizisten hatten bereits am Donnerstag beobachtet, wie zwei Wagen im dichten Verkehr mit etwa 140 km/h auf dem Abzweig Lübeck unterwegs waren, teilte die Polizei heute mit. Dort ist zunächst Tempo 60, später Tempo 40 erlaubt.

Eine scharfe Rechtskurve passierten die Raser mit Tempo 100. Wenig später hielten die Beamten den 56 Jahre alten US-Touristen an. Dieser zeigte sich einsichtig und war den Angaben zufolge über sein eigenes Verhalten sichtlich erschüttert. Die geforderten 4000 Euro Sicherheitsleistung zahlte er anstandslos. Als Rallyefahrer sei ihm "das Blut in den Kopf geschossen", gab er den Beamten zu Protokoll. Nach seinem Kontrahenten fahndete die Polizei bislang erfolglos.

abl/dpa



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