CO2-Emissionen 30 Automodelle fallen bei Verbrauchstest durch

Das Verkehrsministerium hat Messungen an mehreren Automodellen durchführen lassen. Bei 30 Pkw wurden laut SPIEGEL-Informationen verdächtig hohe CO2-Emissionen gemessen. Sie verbrauchen mehr Sprit als angegeben.

DPA

Das Bundesverkehrsministerium hat bei seinen Messungen im Rahmen der Untersuchungskommission "Volkswagen" bei 30 Automodellen auffällig hohe Kohlendioxid-Emissionen festgestellt.

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Heft 21/2016
Alle drei Minuten wird in Deutschland eingebrochen, der Staat lässt seine Bürger allein

Die Behörde plant nach SPIEGEL-Informationen deshalb weitere Tests an allen jenen auffälligen Wagen, die eine Typgenehmigung in Deutschland erhalten haben. Unter den Fahrzeugen, die im Rahmen der Untersuchungskommission "Volkswagen" getestet wurden, soll sich unter anderem ein Opel Zafira mit Dieselmotor befinden.

Messungen eines Rechercheteams von SPIEGEL, des ARD-Magazins "Monitor" und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ergaben im Fall des Zafira ebenfalls starke Abweichungen. Bei einer Untersuchung auf dem Prüfstand des TÜV Nord in Essen hat ein solches Modell statt der angegebenen 109 Gramm CO2 pro Kilometer mit 127 g/km abgeschnitten. Demnach fallen die Emissionen des Fahrzeuges 16,5 Prozent höher aus, was gleichbedeutend ist mit einem ebenso höheren Spritverbrauch.

Diese Überschreitung ist brisant: Gerichte haben in vergleichbaren Fällen schon bei zehn Prozent höherem Verbrauch die Rücknahme von Fahrzeugen angeordnet. Opel erklärte auf Anfrage, eigene Tests im Rahmen der Produktionskontrolle hätten keine Abweichungen von offiziellen Angaben zum CO2-Ausstoß ergeben.

Bei höherem Verbrauch müsste der Staat auch höhere Kfz-Steuern berechnen. Autokonzerne müssten also nachzahlen, wenn ihnen falsche CO2-Emissionen nachgewiesen werden. "Nach unseren Berechnungen beläuft sich die Summe allein für 2016 auf 2,2 Milliarden Euro", sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch.

Der Grünen-Verkehrsexperte Oliver Krischer, der einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu der VW-Abgasaffäre mit angestoßen hat, erwartet bei den CO2-Untersuchungen des Ministeriums ähnlich dramatische Ergebnisse wie bei den bereits analysierten Stickoxid-Emissionen von Diesel-Pkw. Er kritisiert Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU): "Dobrindt beginnt erst zu prüfen, wenn die Fakten nicht mehr zu leugnen sind. Wenn er dann nach monatelangen Prüfungen den Betrug feststellt, hat es für die Täter keine Konsequenzen."

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insgesamt 235 Beiträge
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Seite 1
Freidenker10 20.05.2016
1.
Jeder Autofahrer wusste das schon seit jahrzehnten. Grandiose Leistung dies nun auch erkannt zu haben! Bei dieser Automobilhörgen Regierung kein Wunder...
Fritze_1955 20.05.2016
2. Sofort Zulassung entziehen..
nur dann reagieren die Automobilhersteller. Ansonsten hat es doch für die Betrüger keine Konsequenzen. Sieht man doch am Beispiel Fiat. Wahrscheinlich lachen die noch hinter verschlossenen Türen.
niemalsnicht 20.05.2016
3. nefz?
Und? Unter welchen Bedingungen wurden diese Emmissionswerte geprüft? Hoffentlich unter NEFZ-Bedingungen. Ich hab Freunde bei deren Fahrweise liegt der CO2 Ausstoß vermutlich 30% über den Angaben. 16,5% ist doch vollkommen in der Tolleranz. Weiß nicht was die Leute erwarten, irgendwo muss man ja mal nen Verbrauchswert ansetzen.
mielforte 20.05.2016
4. Warum macht die Messung nur der Vatikan,
also nur das Verkehrsministerium? Kann das niemand in diesem Land oder ist das Ganze doch politisch ambitioniert und damit streng vertraulich? Zuerst wird die fetteste Kuh geschlachtet und dann sind die anderen dran. Natürlich unter besonderer Beröcksichtigung des Herkunftlandes des jeweiligen Herstellers.
udo l 20.05.2016
5. Bisher
habe ich keine Abweichungen beim Verbrauch an meinen Fahrrad feststellen können, ca. einen halben Liter auf 50km (Wasser). Aber mal im Ernst, ich hätte noch mein erstes Gespräch mit einem Autofahrer zu führen, dessen Auto die angegebenen Werte tatsächlich erreicht. Also nichts wirklich neues. Der Unterschie zwischen Labor und Realität halt. Wenn wir uns dies als Kunde gefallen lassen, und das schon seit Jahrzehnten, brauchen wir uns auch nicht beschweren.
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