Jahresbilanz des ADAC Autofahrer stehen 475.000 Stunden im Stau

Der ADAC meldet einen Staurekord für 2017. Die Blechlawinen kosten Autofahrer nicht nur Nerven, sondern schaden auch der Volkswirtschaft.
Stau bei Holzkirchen (Bayern) auf der Autobahn A8

Stau bei Holzkirchen (Bayern) auf der Autobahn A8

Foto: Tobias Hase/ dpa

Deutsche Autofahrer mussten im vergangenen Jahr öfter und länger im Stau stehen. Nach der Bilanz des ADAC gab es 2017 rund 723.000 Staus, was einem Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Jahr 2016 entsprach. Auch die Länge der Staus und die Zeit, die Autofahrer darin verbringen mussten, erhöhte sich im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Gesamtlänge aller Staus summierte sich laut Automobilclub auf rund 1,45 Millionen Kilometer, was ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr war. Zudem verbrachten die Autofahrer 457.000 Stunden im Stau, neun Prozent mehr als 2016. Umgerechnet sind das 52 Lebensjahre.

Ursache für die Zunahme war laut ADAC, dass auf Deutschlands Straßen immer mehr Autos unterwegs sind. Im vergangenen Jahr wurden nach Informationen des Kraftfahrt-Bundesamtes mit 3,44 Millionen Pkw 2,7 Prozent mehr Neuwagen zugelassen als noch 2016. Auch die "anhaltend rege Bautätigkeit" verschärfte die Situation.

Volkswirtschaftlicher Schaden durch Staus ist immens

Staus belasten Umwelt und Volkswirtschaft. Durch das Rumstehen wird nicht nur Zeit, sondern auch Sprit vergeudet, der CO2-Ausstoß steigt an. Ältere Angaben der Bundesregierung  bezifferten den volkswirtschaftlichen Schaden in Deutschland durch Staus auf 250 Millionen Euro. Am Tag.

mhu/dpa
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