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29. Juni 2018, 06:06 Uhr

Prognose des ADAC

Das sind Deutschlands schlimmste Staufallen

In zahlreichen Bundesländern beginnen die Sommerferien, kilometerlange Staus sind programmiert. Eine Prognose des ADAC zeigt, wo die Autofahrer am längsten warten müssen.

Mit der Feriensaison beginnt das nervige Stop-and-go auf den Autobahnen, kilometerlange Blechlawinen schieben sich über den Asphalt.

Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland haben bereits Sommerferien, dieser Tage starten Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen in die schulfreie Zeit. Die sommerliche Reisewelle rollt gen Norden Richtung Ostsee und Nordsee oder Dänemark. Im Süden locken Berge, Seen und die Strände Italiens.

Am Wochenende müssen Autofahrer auf Deutschlands Autobahnen viel Geduld aufbringen. "Es wird wieder ein schlimmer Sommer für die Autofahrer werden, weil es viele Baustellen gibt - und weil sich das geänderte Reiseverhalten eher verstärkt hat", sagt Stefan Dorner vom ADAC Südbayern. Viele Flugziele sind nicht mehr so gefragt - die politische Lage und Terror schrecken Urlauber ab. So steigen immer mehr Menschen ins eigene Auto. Die Folge: Die Fahrleistung pro Pkw steigt.

Schon im vergangenen Jahr registrierte der ADAC auf deutschen Autobahnen rund 723.000 Staus, mehr als je zuvor (2016: 694.000). Die Karawanen summierten sich auf eine Gesamtlänge von 1,45 Millionen Kilometern, das entspricht einer Strecke von 36 Mal rund um die Erde. Einer der Gründe für den zäh fließenden Verkehr sind Baustellen. Bis zum 23. September soll an 571 Stellen vier Tage oder länger gebaut werden.

Das sind immerhin weniger Baustellen als im Vorjahr, da waren es 713. Nur in unbedingt notwendigen Fällen werde während der Sommerferien gebaut, verspricht Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Der Bund investiere 2018 eine Rekordsumme von 8,6 Milliarden Euro, fast eine Milliarde mehr als im Vorjahr. "Mehr Autobahnen bedeuten mehr Mobilität für Deutschland."

Das sind die stauträchtigsten Routen:

Hinzu kommt, dass bereits viele Skandinavier und Belgier auf Deutschlands Fernstraßen unterwegs sind. Neu hinzu kommen an diesem Wochenende Belgien, Dänemark, Tschechien und Polen sowie Teile Österreichs und der Schweiz. Dadurch dürften die Staus noch etwas länger werden.

cfr/dpa

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