ADAC-Untersuchung Gurtmuffel leben gefährlich

Laut ADAC könnten 800 im vergangenen Jahr tödlich verletzte Autofahrer noch leben, wenn sie einen Gurt getragen hätten. Auch im Zeitalter des Airbag bleibt das Anschnallen wichtig. Denn nur in Verbindung mit dem Gurtsystem kann der Airbag seine volle Wirkung entfalten.


Insgesamt ist das Anschnallverhalten der deutschen Autofahrer jedoch gar nicht so schlecht. Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gibt die Anschnallquote mit 95 Prozent, auf Autobahnen sogar mit 98 Prozent an.

Mit der Gultpflicht nicht so genau allerdings nehmen es die Fondpassagiere. Auf den Rücksitzen sichern sich nur 85 Prozent der Mitfahrer. Deshalb sollte der Fahrer auch auf die anderen Passagiere achten. Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahr, die den vorne Sitzenden von einem nicht angeschnallten Fondpassagier droht.

Auch Kinder werden im Auto nach Erkenntnissen des ADAC immer noch nicht ausreichend gesichert. Bei den über Sechsjährigen werden nur 59 Prozent korrekt mit Sitz und Gurt befördert. Deshalb Kinder, die noch nicht 1,50 Meter groß sind, nicht einfach nur anschnallen. Sie fahren nur dann sicher, wenn sie auch in einem geeigneten Kindersitz untergebracht sind. Außerdem kann es auch teuer werden.

30 Euro kassiert die Polizei, wenn sie bei einer Verkehrskontrolle ein nicht gesichertes Kind im Auto antrifft. Der gleiche Betrag wird fällig, wenn man selbst ohne Gurt erwischt wird.

Zum Gurtmuffel werden die Autofahrer vor allem auf kurzen Strecken. Und auch die Automarke scheint einen Einfluss auf das Anschnallverhalten zu haben. Bei einer Stichprobe der Polizei saßen die meisten Gurtsünder in einem Ford. Opel- und Peugeot-Fahrer schnallen sich dagegen häufiger an.



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