Beitragserhöhung ADAC erhöht Mitgliedbeiträge

Damit der ADAC aus den roten Zahlen kommt, müssen Mitglieder künftig mehr zahlen. Die Mitgliederzeitschrift soll zudem nicht mehr im Briefkasten, sondern im Supermarkt liegen - das soll Millionen Euro Portokosten sparen.

Die Mitgliedsbeiträge des ADAC werden im kommenden Jahr teurer
Martin Hangen / ADAC

Die Mitgliedsbeiträge des ADAC werden im kommenden Jahr teurer


Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) erhöht die Beiträge für seine 21 Millionen Mitglieder. Das hat der Verkehrsklub auf einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen. Die Beitragserhöhung wurde mit 228 Stimmen bei nur neun Gegenstimmen angenommen.

Demnach soll sich der Jahresbeitrag im Basistarif ab April 2020 von 49 auf 54 Euro erhöhen. Die bisher von den meisten Mitgliedern gewählte Plus-Mitgliedschaft wird sogar zehn Euro teurer und kostet künftig 94 Euro. Neu eingeführt wird außerdem eine Premium-Mitgliedschaft mit weltweiter Pannenhilfe, Rückholdienst und Abschleppen in die Wunschwerkstatt bis zu einer Entfernung von 100 Kilometern, für 139 Euro Jahresbeitrag.

Der ADAC muss sparen

Die Beitragserhöhung ist die erste seit 2014. Sie soll dem Verein mindestens zehn Prozent mehr Geld in die Kasse bringen. Denn die Einnahmen reichen nicht mehr, um Pannenhilfe, Dienstleistungen, Digitalisierung und die inzwischen auch für die Pannenhilfe fällige Versicherungsteuer zu bezahlen: Operativ schreibt der Verein seit Jahren rote Zahlen. ADAC-Präsident August Markl sagte: "Eine höhere Effizienz und die Beitragsanpassung zusammen sorgen dafür, dass der ADAC finanziell gut aufgestellt ist und 2020 schwarze Zahlen schreiben kann."

Dabei helfen sollen ab Januar auch Einsparungen bei der Mitgliederzeitschrift "Motorwelt". Statt zehnmal soll sie nur noch viermal jährlich erscheinen, und die Mitglieder bekommen sie auch nicht mehr ins Haus geschickt, sondern können sie in Edeka- und Netto-Supermärkten abholen. Das soll dann über 50 Millionen Euro Portokosten sparen.

cfr/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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Judex non calculat 14.11.2019
1. Alternativen
Den Service des ADAC fand ich immer unschlagbar. Übel ist nur, welche Art von Lobbyarbeit man teilweise durch die Mitgliedschaft unterstützt. Der Kampf des ADAC gegen ein allgemeines Tempolimit ist unsäglich.Zwar widmet sich der Verein dem Rennsport, aber muss das auf öffentlichen Straßen unter Gefährdung Anderer sein. Ich werde mich nach Alternativen umschauen.
FescheLola 14.11.2019
2.
Die "Motorwelt" gibt es noch? Erstaunlich, daß immer noch in Papierform für die neuesten VW-Modelle geworben wird. Das dürfte wohl dem fortgeschrittenen Alter des Durchschnittsmitglieds geschuldet sein.
rainerwäscher 14.11.2019
3.
Als Aushilfsbriefträger habe ich die Motorwelt gehasst. Jeder musste sein persönliches Exemplar in den Briefkasten bekommen , um sie dann sofort ins Altpapier zu werfen. Mittlerweile haben die zahlreichen Anzeigenkunden das anscheinend auch endlich gemerkt, und das Blatt schreibt rote Zahlen.
chrismuc2011 14.11.2019
4.
Die Zeitschrift kann der ADAC ruhig behalten. Völlig uninteressant. Außer vielleicht die immer gleiche Werbung von Treppenliften und anderen Dingen für den Seniorenbedarf.
Hennes Bock 14.11.2019
5. Schade
Die Motorwelt war einmal richtig gut. Interessante Tests, so z.B. Reifentests, Fahrzeugtests und Fahrberichte neuer Fahrzeuge und interessante Berichte zum Caravaning / Wohnmobilen usw. machten die Mitgliederzeitschrift zu einer informativen Publikation für die Mitglieder. Leider aber wurde die Motorwelt immer magerer und die Anzeigen schienen zuletzt oft die einfachen Berichte zu überwiegen. Das Auslegen in ausgewählten Supermärkten degradiert sie vollends zu einem Werbeblättchen für jedermann. Die wenigsten Mitgliederwerden sich noch die Erscheinungstermine merken und sich an diesen Tagen zu Penny oder Edeka begeben. wer dort nicht regelmäßig einkauft, wird nicht extra aus diesem Anlaß dorthin fahren. Ein Tod auf Raten. Ehrlicher und besser wäre es gewesen die Zeitschrift nur noch als ePaper im Internet anzubieten. für Mitglieder kostenlos, für Andere gegen eine Gebühr. Die komplett eingesparten Druck- und Vertriebskosten hätte man in die Zeitschrift investieren und sie so zu dem notwendigen und informativen Kommunikationsmittel mit den Mitgliedern machen können. Schade! Für den Kampf gegen das unsinnige Tempolimit und anderen Irrsinn wünsche ich dem ADAC weiterhin viel Erfolg!
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