ADAC warnt Oft Fehler bei Radarmessungen

Der ADAC warnt vor Fehlmessungen bei Geschwindigkeitskontrollen. Ein Test in München habe bei einer ganzen Reihe von Tempo-Messungen für den Autofahrer nachteilige Abweichungen ergeben.


München - Häufigste Ursache für falsche Messergebnisse seien fehlerhaft aufgestellte Radargeräte, teilt der ADAC in München mit. Bereits eine erhöhte Geschwindigkeit von ein bis zwei Kilometern pro Stunde könnten eine Geldbuße oder gar ein Fahrverbot nach sich ziehen. Autofahrer sollten im Zweifelsfall den Messvorgang mit Hilfe eines Anwalts überprüfen lassen. Dazu müssten Behörden vollständige und unbeschnittene Beweisfotos vorlegen.

Ein gemeinsam von ADAC, Polizei und kommunaler Verkehrsüberwachung in München durchgeführter Test habe bei fast allen Messungen Abweichungen ergeben, die sich zu Ungunsten der Autofahrer auswirken könnten, heißt es weiter. Häufig würden die Apparate in einem falschen Winkel zur Fahrbahn aufgestellt. Zu einem fehlerhaften Ergebnis könne es auch dann kommen, wenn der Fahrer die Spur im Messstrahl wechselt. Gebäude, Schutzplanken und größere parkende Fahrzeuge könnten den Radarstrahl ebenfalls nachteilig für den Autofahrer beeinflussen.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.