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12. Juni 2019, 05:02 Uhr

Schnellcheck

Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

Andreas Scheuer (CSU) entdeckt sein Herz für Fahrradfahrer - beteuert er zumindest. "Das Rad ist gleichberechtigter Teil des Straßenverkehrs", sagt der Bundesverkehrsminister, da er Eckpunkte einer fahrradfreundlichen Novelle der Straßenverkehrsordnung vorgestellt hat. Darin will Scheuer viele Forderungen der Radfahrlobby umsetzen - etwa einen festgelegten Überholabstand und Schritttempo beim Rechtsabbiegen für Lastwagen.

Denn Rad fahren kann vor allem in Städten riskant sein. 382 Fahrradfahrer kamen laut Statistischem Bundesamt 2017 in Deutschland ums Leben, 2018 waren es nach vorläufigen Angaben mindestens 50 mehr.

Experten und Fahrradlobby sind nicht von allen Vorschlägen überzeugt

Zwölf Änderungen sollen den Radverkehr sicherer, aber auch flüssiger machen. Scheuers Ministerium muss sie noch mit den Bundesländern abstimmen. Der Autofahrerklub ADAC begrüßte die Pläne schon mal als "Chance, Konflikte zwischen Radverkehr und Auto zu entschärfen". Parkverbote auszuweiten sei zwar schwierig, aber hinzunehmen, wenn es den Verkehr sicherer mache.

Experten und die Fahrradlobby sind jedoch nicht von allen Vorschlägen des Bundesverkehrsministers überzeugt. Um welche neuen Regeln es geht und was der Fahrradklub ADFC sowie Unfallforscher Siegfried Brockmann von den Maßnahmen halten, lesen Sie in der Fotostrecke.

ene

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