Aquaplaning Gefährliche Wasserfallen

Das Unfallrisiko ist auf regennasser Fahrbahn um bis zu 100 Prozent erhöht. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie.


In diesem Fall muss sich der Fahrer richtig verhalten
DPA

In diesem Fall muss sich der Fahrer richtig verhalten

Fast die Hälfte aller Unfälle auf Deutschlands Straßen ereignet sich auf regennasser Fahrbahn. Besonders gefährlich wird es dann, wenn die Straße zudem in schlechtem Zustand ist. Spurrillen oder glatte Fahrbahnbeläge werden von den Autofahrern oft zu spät erkannt. "Das Problem ist, dass man dies bei Nässe nicht sehen kann und davon überrascht wird - auch dann, wenn man der Witterung entsprechend fährt", sagte Stephan Schweda, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Laut einer Studie des Instituts für Straßenverkehr steigt das Unfallrisiko auf holperigen und regennassen Straßen sogar um bis zu 100 Prozent. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass auf Landstraßen mehr Unfälle auf nasser Fahrbahn geschehen als auf Bundesstraßen oder Autobahnen, die meist in besserem Zustand sind.

Aquaplaning könne schon bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten ab Tempo 80 ein Problem werden, warnt Rainer Hessel, Geschäftsführer der Deutschen Verkehrswacht. Geringes Reifenprofil oder defekte Stoßdämpfer erhöhen die Gefahr. Fange das Auto plötzlich an zu "schwimmen", dürfe in keinem Fall versucht werden zu bremsen. Der Fahrer sollte vielmehr die Kupplung treten und das Lenkrad in Fahrtrichtung halten, empfiehlt Hessel.

Typische Aquaplaningfallen sind Kurven, aus denen das Wasser nicht richtig abfließen kann. Gefährlich sind auch Unterführungen, ausgefahrene Spurrillen oder sehr breite Straßen, bei denen es lange dauert, bis die Nässe abtrocknet.



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