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15. August 2012, 12:56 Uhr

Australien

Asbestverseuchte Autos aus China entdeckt

Ungewöhnliche Rückrufaktion: Weil in den Motoren Asbest gefunden wurde, mussten in Australien 23.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden. Betroffen sind die chinesischen Hersteller Chery und Great Wall. Zudem hat der Autobauer den Verkauf gestoppt. Asbest kann Krebs verursachen.

In Australien sind mit Asbest verseuchte Autos aus China aufgetaucht. Der giftige Stoff wurde in Motoren der Marken Chery und Great Wall entdeckt. Das teilten der Importeur Ateco und die australische Verbraucherschutz-Kommission ACCC am Mittwoch mit. Demnach wurden 23.000 bereits verkaufte Wagen zurückgerufen und außerdem der Verkauf der Fahrzeuge gestoppt. Gelangt Asbest in die Lunge, kann es dort unter anderem Krebs verursachen. In Australien ist Asbest seit 2004 verboten.

Wie die amerikanische Nachrichtensendergruppe Bloomberg auf ihrer Internetseite berichtet, soll Great Wall, Chinas größter Hersteller von SUVs und Pick-ups, bereits seit rund einem Monat von dem Problem gewusst haben. Ein Sprecher des Autobauers sagte, die Verwendung der entsprechenden Motor- und Auspuffteile sei sofort nach Bekanntwerden eingestellt worden.

Die Marke Great Wall eröffnete erst im Februar auch ein Werk in Nordbulgarien, um von dort den europäischen Markt zu erobern. Chery übernahm zusammen mit der italienischen DR Motor Ende vergangenen Jahres das Fiat-Werk im sizilianischen Termini Imerese. Zudem will das Unternehmen gemeinsam mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und dem israelischen Industriekonglomerat Israel Corp. in China Autos für Europa bauen.

rom/AFP

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