Aston Martin DBS Wo geht's hier zum Film?

Nach der Premiere des Aston Martin V8 Vantage Cabriolets folgt nun das neue Flaggschiff der Marke, der DBS. Als Dienstwagen von James Bond hatte das Coupé in "Casino Royal" den ersten großen Auftritt - jetzt beginnt das richtige Autoleben.


Glamouröser kann eine Autopremiere kaum sein. Erst durfte der Wagen das Kinopublikum verzücken, jetzt verdrehte er der feinen Gesellschaft an der amerikanischen Westküste den Kopf. Beim Concours d'Elegance in Pebble Beach zeigte Aston Martin erstmals die Serienversion des DBS, der im September auf der IAA in Frankfurt seine Premiere vor großem Publikum erleben wird. "Das Auto ist ein kompromissloser Sportwagen, aber einer, der Krawatte trägt", sagt der deutsche Aston-Martin-Chef Ulrich Bez. Als Vollgas-Dressman tritt das neue Auto an die Spitze des Modellangebots der Briten, denn die Produktion des bisherigen Flaggschiffs Vanquish läuft aus.

Ab Oktober dann beginnt bei Aston Martin in Gaydon (Warwickshire) die Fertigung des DBS, der auf dem Sportwagen DB9 basiert aber einen Rundum-Feinschliff erhielt. Nun steht er da als bislang schnellstes Serienauto der Marke - der DBS schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 302 km/h. Damit rasen ihm zwar die Topmodelle von Ferrari, Lamborghini oder Porsche davon, doch das kümmert Bez und sein Team kaum. "Ein Aston Martin verleugnet nie, dass er bei aller Sportlichkeit auch ein Luxusauto ist", sagt Designer Marek Reichmann. Weiches Leder, gebürstetes Aluminium, Alcantara-Verkleidungen und Türgriffe aus Kohlefaser - der Wagen ist eingerichtet wie ein feines Wohnzimmer. Es gibt eine Klimaanlage, ein Navigationssystem, eine Einparkhilfe, beheizte Sitze und einen spezielles Ablagefach mit Regenschirm.

Unter der Motorhaube, die wie zahlreiche andere Bauteile des Autos aus Kohlefaser-Verbundstoff gefertigt ist, sitzt ein 6-Liter-Zwölfzylindermotor. Die Maschine leistet 517 PS, entwickelt ein maximales Drehmoment von 570 Nm und beschleunigt den knapp 1700 Kilo schweren Wagen (der damit 100 Kilo weniger wiegt als der DB9) in 4,3 Sekunden von null auf Tempo 100. Noch schneller dürfte das Auto aus dieser Geschwindigkeit zum Stehen kommen, denn die Bremsanlage arbeitet mit Karbon-Keramik-Scheiben, die eine optimale Verzögerung sicherstellen sollen.

Im ersten Quartal des kommenden Jahres, so die Aussage von Aston Martin, sollen die ersten DBS-Exemplare ausgeliefert werden. Etwa 300 Fahrzeuge pro Jahr sind vorgesehen. Wie teuer der DBS sein wird, das möchten die Briten erst auf der IAA in Frankfurt bekannt geben. Der bisherige Platzhirsch Vanquish wurde für rund 266.000 Euro verkauft - in dieser Region dürfte sich auch der Preis des DBS bewegen. Für jene, die bereits in Pebble Beach das Auto in ihr Herz geschlossen haben, dürfte die Summe nur einen kurzen Anruf bei der Bank bedeuten.

jüp

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