Audi und Real Madrid Sätze voller Schmalz

In der Königsklasse des Motorsports mag Audi nicht mitmischen. Bei den "Königlichen" des Fußballs schon. Das verspricht eine ebenso große Aufmerksamkeit und ist um ein Vielfaches billiger: Audi ist neuer Automobilpartner des spanischen Fußballklubs Real Madrid.


Königliche Freude: Real-Madrid-Präsident Pérez (l.) und Audi-Vorstand Winterkorn steuern gemeinsam neuen Erfolgen entgegen

Königliche Freude: Real-Madrid-Präsident Pérez (l.) und Audi-Vorstand Winterkorn steuern gemeinsam neuen Erfolgen entgegen

Bei der Bekanntgabe des neuen Bündnisses sprachen die Verantwortlichen auf beiden Seiten Sätze wie aus dem Lehrbuch der Marketing-Rhetorik. "Wir können beide auf eine über hundertjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken und streben in unserem jeweiligen Bereich noch größere Erfolge in der Zukunft an", sagte Audi-Vorstandschef Martin Winterkorn. Brav revanchierte sich Florentino Pérez, der Präsident von Real Madrid: "Audi ist weltweit für seine Sportlichkeit und Eleganz bekannt und wird dadurch für Real Madrid zum idealen Partner."

Der Kontrakt über die Zusammenarbeit gilt vorerst für die nächsten drei Spielzeiten. Audi wird den Funktionären und den Spielern des spanischen Fußball-Meisters insgesamt 30 Autos zur Verfügung stellen. Im Gegenzug dürfen sich die Ingolstädter "exklusiver Automobilpartner" nennen und "Werbemaßnahmen innerhalb des Bernabéu-Stadions" organisieren.

Viel mehr Publicity für die Marke dürften allerdings Bilder bringen, die Fußball-Superstars wie Zinedine Zidane, Luis Figo, Rául oder den Neuzugang David Beckham am Steuer eines Audi zeigen. Eine neue Dimension eröffnet die Partnerschaft auch bei Champions-League-Begegnungen zwischen Real Madrid und Bayern München. Audi ist Autopartner beider Clubs. Bei Spielunterbrechungen können sich die Akteure dann zum Beispiel auch über die Eigenheiten ihrer Dienstwagen austauschen - was eventuell zur Entspannung der Atmosphäre auf dem Platz beiträgt.

Uli Hoeneß, Manager des Audi-Partners FC Bayern München, denkt inzwischen an das große Ganze. Einen Audi bekommt er sowieso gestellt, nun holte er gemeinsam mit seiner Frau Susanne auch noch den Geländewagen Touareg beim Mutterkonzern VW in Wolfsburg für den Privatgebrauch ab. Ein Auto mit V-Zehnzylinder-Dieselantrieb, 313 PS und allerfeinster Ausstattung. Solch ein Mobil hat Audi bislang noch nicht im Angebot.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.