Auto als Statussymbol Soulbrother mit Zündkerze

Heiße Liebe zum Auto: Gibt's das noch? Der Trend geht weg vom stolzen Wagenbesitz und hin zum pragmatischen Carsharing. SPIEGEL ONLINE stellt Ausnahmen vor: Autofahrer, denen ihr Blech noch heilig ist.


Helge Thomsen und sein '76er Ford Granada: Menschen mit Liebe zum Getriebe
Helge Thomsen

Helge Thomsen und sein '76er Ford Granada: Menschen mit Liebe zum Getriebe

Für das Auto ist der Zug abgefahren. Klingt wie ein stilistischer Totalschaden, hat aber einen wahren Kern. Denn als Identifikationsmerkmal und Statussymbol scheint das Automobil ausgedient zu haben. "Natürlich ist das Auto immer noch das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Aber es bewegt die Menschen nicht mehr so emotional wie früher", sagt der Berliner Publizist Matthias Penzel.

Studien belegen das. Der Deutschen "liebstes Kind" wird mittlerweile eher stiefmütterlich behandelt. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Progenium sehen bloß 32 Prozent der Autofahrer ihren fahrbaren Untersatz als "Statement der Persönlichkeit". Nur die Zigarette hat in den vergangenen Jahren einen größeren Imageschaden erlitten als das Auto.

Aber es gibt sie noch, die Fahrer, die für ihre Karre brennen. Menschen mit Liebe zum Getriebe. Leute, die zu ihren Autos sprechen. Wir haben sie gefunden und stellen sie Ihnen vor.



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odo_waldo 15.03.2012
1. Statussymbol oder Stil?
Ganz netter Artikel. Aber irgendwie scheint mir da was durcheinander gekommen zu sein. Ein Auto ist ein Statussymbol, wenn ich damit zeigen weil, wie dick mein Portemonnaie ist oder wo ich gesellschaftlich stehe. Sicherlich ist dies beim letzten Herrn mit seinem S600 der Fall. Bei allen anderen sind die Autos eher Ausdruck des eigenen Stils, Individualismus oder wegen mir auch ein Accessoire. Denn da ging es meist nicht um den materiellen Wert oder Innovation sondern um die persönliche Vorliebe oder Grad der Freude. Alarmierend sollten diese Bilder für die Automobilindustrie aber auf jeden Fall sein. Denn die meisten Auto waren 10 Jahre und älter. Ob das jetzt am Design oder am Preis aktueller Autos liegt? Beides ist möglich!
Leser161 15.03.2012
2. Passt doch
Zitat von odo_waldoGanz netter Artikel. Aber irgendwie scheint mir da was durcheinander gekommen zu sein. Ein Auto ist ein Statussymbol, wenn ich damit zeigen weil, wie dick mein Portemonnaie ist oder wo ich gesellschaftlich stehe. Sicherlich ist dies beim letzten Herrn mit seinem S600 der Fall. Bei allen anderen sind die Autos eher Ausdruck des eigenen Stils, Individualismus oder wegen mir auch ein Accessoire. Denn da ging es meist nicht um den materiellen Wert oder Innovation sondern um die persönliche Vorliebe oder Grad der Freude. Alarmierend sollten diese Bilder für die Automobilindustrie aber auf jeden Fall sein. Denn die meisten Auto waren 10 Jahre und älter. Ob das jetzt am Design oder am Preis aktueller Autos liegt? Beides ist möglich!
Naja, es ging ja in dem Artikel um Leute, die in ihrem Auto, einem postuliertem Trend entgegen, immer noch mehr sehen, als einen reinen Nutzgegenstand. Von daher geht der letzte Herr im rahmen des Artikels in Ordnung, vielleicht ist der Typus sogar unterrepräsentiert. Wobei eigentlich hatte er in dem Interview ja noch nicht mal gesagt, dass Auto aus Statusgründen zu fahren. Sondern weil es so zuverlässig ist....
mmueller60 15.03.2012
3.
Zitat von odo_waldoGanz netter Artikel. Aber irgendwie scheint mir da was durcheinander gekommen zu sein. Ein Auto ist ein Statussymbol, wenn ich damit zeigen weil, wie dick mein Portemonnaie ist oder wo ich gesellschaftlich stehe. Sicherlich ist dies beim letzten Herrn mit seinem S600 der Fall. Bei allen anderen sind die Autos eher Ausdruck des eigenen Stils, Individualismus oder wegen mir auch ein Accessoire. Denn da ging es meist nicht um den materiellen Wert oder Innovation sondern um die persönliche Vorliebe oder Grad der Freude. Alarmierend sollten diese Bilder für die Automobilindustrie aber auf jeden Fall sein. Denn die meisten Auto waren 10 Jahre und älter. Ob das jetzt am Design oder am Preis aktueller Autos liegt? Beides ist möglich!
Das halte ich für eine Fehlinterpretation - ein Statussymbol ist jedes Auto, das kein "reines Vernunftauto" ist. (Nicht daß ich was dagegen hätte - so sind wir Menschen eben.) Zum Teil ist es sogar ein Golf - ein Renault Megane würde es schließlich auch tun. Sie sehen es an der jungen Dame mit dem Youngtimer-Mercedes - sie fährt ihn im Winter nicht, weil sie es dem Wagen nicht zumuten will. Das bedeutet, daß das Auto für sie ziemlich überflüssig ist und ein reines Hobbyaccessoire darstellt. Größerer Luxus also als der hypothetische 50jährige, der gerne und täglich und selbstverständlich seine viel teurere E-Klasse fährt. In Pflege eines Youngtimers muß man übrigens ziemlich viel Geld und Aufwand stecken und andere Nachteile hinnehemn, wenn man dem Gefährt dann etwa keine lange Urlaubsreise oder eben den Winterbetrieb zutraut. Das sozialromantische Bild vom Billigauto vom Schrottplatz, "stilvoll und mehr brauch ich nicht", ist falsch. Der wahre Poser ist der ach-so-alternative Großstädter mit seinem auffällig lackierten Opel aus den 70ern, nicht der Unternehmer mit dem S600, der eh auf die Firma läuft und an den er vermutlich weniger Gedanken verschwendet als der Großstädter mit seinem heißgeliebten Youngtimer.
rennflosse 15.03.2012
4. Eben
Zitat von Leser161Naja, es ging ja in dem Artikel um Leute, die in ihrem Auto, einem postuliertem Trend entgegen, immer noch mehr sehen, als einen reinen Nutzgegenstand. Von daher geht der letzte Herr im rahmen des Artikels in Ordnung, vielleicht ist der Typus sogar unterrepräsentiert. Wobei eigentlich hatte er in dem Interview ja noch nicht mal gesagt, dass Auto aus Statusgründen zu fahren. Sondern weil es so zuverlässig ist....
Nicht mal einen Mercedes fährt man unbedingt aus Statusgründen. Wobei die Außenwirkung (großer Daimler = großes Einkommen) immer noch dieselbe ist. Ein (teures) Elektroauto ist wohl das Statussymbol von morgen, oder?
Pizza No.7 15.03.2012
5.
Zitat von odo_waldoGanz netter Artikel. Aber irgendwie scheint mir da was durcheinander gekommen zu sein. Ein Auto ist ein Statussymbol, wenn ich damit zeigen weil, wie dick mein Portemonnaie ist oder wo ich gesellschaftlich stehe. Sicherlich ist dies beim letzten Herrn mit seinem S600 der Fall. Bei allen anderen sind die Autos eher Ausdruck des eigenen Stils, Individualismus oder wegen mir auch ein Accessoire. Denn da ging es meist nicht um den materiellen Wert oder Innovation sondern um die persönliche Vorliebe oder Grad der Freude. Alarmierend sollten diese Bilder für die Automobilindustrie aber auf jeden Fall sein. Denn die meisten Auto waren 10 Jahre und älter. Ob das jetzt am Design oder am Preis aktueller Autos liegt? Beides ist möglich!
Alarmierend ist gar nix, denn VW hat letztes Jahr wieder abgeräumt wie verrückt, und weltweit dürfen bei GM die Sektkorken knallen. Was hier gezeigt wird, sind Individualisten mit individuellen Ansprüchen. Sonst nichts. Nie im Leben würde ich einen ollen Ford Granada fahren. Nicht mal für geschenkt! Letztlich ist es gut und schön, daß die Industrie uns weltumspannend mit den Autos versorgt, die uns ansprechen, die uns gefallen, die das tun, was wir uns von den Autos wünschen. In meinem Fall ist glockenklar, daß ich mir als nächsten Wagen einen Pickup kaufen werde. Nie wieder will ich für den Transport eines kleinen Büromöbels einen Kastenwagen anmieten müssen, nur weil das Teil in keinen Kofferraum und in keinen Kombi passt.
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