Auto-Kennzeichen Brite zahlt 600.000 Euro für Wunsch-Nummer

Das waren wohl die teuersten zwei Buchstaben, die sich der 37-jährige Geschäftsmann je geleistet hat. "F1" steht auf seinem neuen Nummerschild, sonst nichts. Doch für den Formel-1-Fan ist dies das höchste Glück auf Erden.


Afzal Kahn ist ein Formel-1-Fan der besonderen Sorte. Weil er unbedingt mit dem Kürzel "F1" auf dem Nummernschild über die Straßen brausen wollte, kaufte er sich das teuerste Nummernschild Großbritanniens. Fast 600.000 Euro muss der gut betuchte Geschäftsmann für seine Wunsch-Nummer hinblättern. "Ich musste das Kennzeichen unbedingt haben", sagte der Geschäftsmann.

Mercedes-Benz McLaren SLR (hier das Sondermodell "722"): Wertverdopplung durch Nummernschild "F1"

Mercedes-Benz McLaren SLR (hier das Sondermodell "722"): Wertverdopplung durch Nummernschild "F1"

Immerhin wird das teure Kennzeichnen künftig an einem passenden Gefährt angebracht sein. Wie die britische "Daily Mail" am Samstag meldete, will Kahn das Nummernschild an seinem Mercedes-Benz McLaren SLR anbringen. Damit dürfte er der einzige Besitzer dieses Supersportwagens sein, dessen KFZ-Kennzeichen mehr wert ist als das Auto selbst - 435.000 Euro kostet der 625 PS starke Flitzer.

Doch Finanzen scheinen die letzte Sorge des 37-jährigen Unternehmers zu sein, der sein Geld mit dem Tuning von Luxuskarossen verdient. "So richtig glaube ich immer noch nicht, dass es jetzt meins ist", sagte der Brite begeistert, nachdem er das Kennzeichen bei einer Auktion der Verkehrsbehörde der Grafschaft Essex ersteigert hatte.

Gemeinsam mit Kahn hatten noch zwei weitere Formel-1-Enthusiasten auf das begehrte Nummernschild geboten. Den Zuschlag bekam der Edel-Tuner bei einem Gebot von 375.000 Pfund. Zusätzlich muss er 65.625 Pfund Steuern zahlen.

Das Kennzeichen "F1" war erstmals vor 104 Jahren vergeben worden. Zuletzt hatte es den Dienstwagen des Verwaltungschefs von Essex, einen Volvo S80, geziert. Mit dem Auktionserlös soll ein Trainingsprogramm für junge Autofahrer gefördert werden.

mak/dpa



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