Auto-Rückrufe Audi und Renault bitten in die Werkstätten

Die Sonne brütet über Deutschland, dafür hagelt es Rückrufaktionen. Renault hat mögliche Fehler in der Radaufhängung der aktuellen Clio-Baureihe entdeckt. Audi ruft wegen eines defekten Kondensators im Kühlerlüfter 3500 ausgelieferte Modelle des neuen A3 zurück.

Betroffen sind Audis A3 mit den Fahrgestellnummern 002500 bis 006000 aus dem Produktionsmonat April 2003. Bei einigen der Fahrzeuge seien Funktionsstörungen aufgetreten. So könne es zum Beispiel dazu kommen, dass der Lüfter ständig oder gar nicht läuft. Im Extremfall könne es bei einem nicht laufenden Lüfter zu einer Motorüberhitzung und damit zu einem Motorschaden kommen. Die betroffenen Kunden sollen in den kommenden Wochen über das KBA schriftlich benachrichtigt werden. Die fehlerhaften Kühlerlüfter sollen dann in einer Werkstatt kostenlos ausgetauscht werden. Wegen eines ähnlichen Problems musste der VW-Konzern erst Mitte Juni europaweit rund 11.700 Touran in die Werkstätten rufen. Auch hier sorgte ein fehlerhaftes Kühlerlüfterelement für Kurzschlussgefahr.

Bereits Ende Juni hat Renault in Deutschland 851 Besitzer des aktuellen Clios wegen eines möglichen Defekts an der Vorderradaufhängung angeschrieben. Wie der deutsche Importeur mitteilte, können beim Überfahren von Unebenheiten (Bordsteinkanten, Schlaglöcher, Schwellen) die vorderen Querlenker brechen. In der Werkstatt werden die Querlenker geprüft und gegebenenfalls kostenlos ausgetauscht. Weltweit seien von diesem Defekt 19.563 Clio-Modelle, die zwischen dem 7. und 9. Oktober 2002 gebaut wurden, betroffen. Bisher habe es noch keine Unfälle gegeben, bei der Rückrufaktion handle es sich "um eine Präventivmaßnahme".