Vorgetäuschte Pannen Polizei warnt vor Trickbetrügern am Straßenrand

Die Täter winken mit Abschleppseilen und Benzinkanistern - und nutzen die Hilfsbereitschaft von Autofahren schamlos aus. Wer anhält, soll Geld bezahlen. Die Polizei kennt diese Masche und spricht von "Autobahngold".
Panne mit dem Auto: Trickbetrüger nutzen Hilfsbereitschaft anderer Autofahrer aus

Panne mit dem Auto: Trickbetrüger nutzen Hilfsbereitschaft anderer Autofahrer aus

Foto: imago

Hamburg - Autoreisende in Deutschland müssen sich vor Trickbetrügern in Acht nehmen, die eine Panne vortäuschen. Darauf weisen sowohl die Polizei in Brandenburg als auch der ADAC hin.

Die Masche ist immer die gleiche: Die Täter stehen meist mit älteren Fahrzeugen an Autobahnzufahrten, in der Nähe von Raststätten, selbst an Land- und Bundesstraßen wurden sie schon gesehen. Sie winken mit einem Benzinkanister oder einem Abschleppseil.

Hält ein Autofahrer an, um zu helfen, bekommt dieser eine saftige Lügengeschichte aufgetischt. Auf dem Weg zur alten Oma sei dem Wagen der Sprit ausgegangen, heißt es dann gerne, darüber hinaus sei das Geld alle. Die Täter bitten um finanzielle Hilfe und bieten im Gegenzug den Familienschmuck an, erklärt Anja Resmer, Sprecherin des Polizeipräsidiums im Land Brandenburg. "Autobahngold" nennt die Polizei den Schmuck, der völlig wertlos ist.

Bei Zweifeln lieber die Polizei rufen

Zuletzt kam es zu einer Häufung von Fällen in Brandenburg, aber auch in anderen Bundesländern schlagen die Täter zu. Die Polizei in Sachsen warnt ebenfalls auf ihrer Homepage  vor dieser Art von Trickbetrug.

Alleine am heutigen 22. Juli wurden aus der Direktion Nord in Brandenburg drei Fälle gemeldet, so Resmer. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich dabei um den gleichen Täter handelt. Denn die Trickbetrüger wechseln häufig ihre Stellen - auch über die Grenzen der verschiedenen Bundesländer hinweg. Die Masche ist nicht neu, immer wieder kommt es wie jetzt in der Reisezeit zu einer Häufung von Fällen.

Besteht bei Autofahrern der Verdacht, ein Fahrer täuscht lediglich eine Panne vor, sollte die Polizei informiert werden, statt sich selbst in Gefahr zu bringen, rät Resmer. Zudem sollte man sich das Kennzeichen des Autos sowie besondere Merkmale der Personen notieren und den zuständigen Beamten mitteilen.

mhu/dpa
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