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02. Januar 2015, 11:24 Uhr

Autohandel im Internet

Die Tricks der Abzocker

Beim Kaufen und Verkaufen von Autos im Internet kann man schnell über den Tisch gezogen werden. Dabei lassen sich die typischen Betrugsmaschen leicht durchschauen.

Stuttgart/München - Naive Schnäppchenjäger sind beim Onlinehandel mit Autos oft leichte Beute für Betrüger. "Leider gilt dort zu oft das Prinzip: Gier frisst Hirn", erklärt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Schmidt und Ulrich May, Sprecher der Initiative Sicherer Autokauf im Internet, erläutern die typischen Betrugsmaschen und geben Tipps, wie man sie erkennt:

Schmidt mahnt entsprechend zur Vorsicht beim Beantworten von unaufgefordert zugeschickten E-Mails potenzieller Interessenten. "Schildern Sie immer den Sachverhalt und den Grund für die Mail", rät der Experte.

Schmidt erklärt, dass derartige Überweisungen per Western Union, MoneyGram oder ähnliche Anbieter "vorwiegend für den Bargeldtransfer mit bekannten Personen wie Verwandten oder Freunden gedacht" seien. Für Zahlungen im Online-Autohandel seien sie nicht geeignet.

Auf solche Geschäfte sollte sich niemand einlassen. Dazu kommt, dass gefälschte Kfz-Papiere meist schwer zu erkennen sind. "Werden Sie misstrauisch bei verwaschenen oder vergilbten und schlecht leserlichen Dokumenten, achten Sie auf unterschiedliche Schriftentypen und -farben", rät Schmidt.

"Sollte ein vermeintlicher Autoverkäufer dieses Verfahren vorschlagen, fragen Sie nach einer persönlichen Fahrzeugübergabe mit Unterzeichnung eines Kaufvertrags und anschließender Barzahlung", empfiehlt Schmidt.

Schmidt mahnt zu Sensibilität für diese Masche: "Online-Marktplätze sind effiziente Mittler zwischen Verkäufer und Käufer. Da bedarf es keiner zusätzlichen Vermittlungsfirma."

Christoph Walter, dpa/cst

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