Automarxx Toyota ist Mercedes auf den Fersen

Zwar kann sich Mercedes auf dem ersten Platz des halbjährlich erhobenen Marken-Rankings weiter behaupten, doch Toyota holt auf. Die Japaner haben sich auf den zweiten Rang in der Gesamtwertung vorgeschoben, sind jedoch ungeschlagene Nummer eins bei der Kundenzufriedenheit.


Toyota Prius: Das Hybridfahrzeug wurde gerade zum "Auto des Jahres" gewählt, nun feiern die Japaner weitere Erfolge

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Hamburg - Markenimage hui, Kundenzufriedenheit pfui - bei Mercedes klaffen diese beiden Kriterien des Automarkenindex "Automarxx" trotz des verteidigten ersten Rangs weit auseinander. Der Stuttgarter Autobauer verbesserte sich zwar dank verbesserter Qualität innerhalb eines Jahres vom vorletzten Rang der Kundenzufriedenheit um einen Platz - doch ist der Abstand zur führenden Konkurrenz aus Japan mit Toyota an der Spitze noch groß. Volkswagen nimmt trotz guter Gesamtbeurteilung in der Kundenzufriedenheit von 33 möglichen den letzten Rang ein.

Andererseits belegen deutschen Hersteller beim Ruf ihrer Marken weiter Spitzenpositionen (Mercedes auf Rang eins). "Die deutschen Marken haben traditionell Vorteile beim Image. Das sichert vorerst auch ihren Markterfolg", erläutert der Direktor des Center Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer.

Das Gelsenkirchener CAR-Institut bewertet die Qualität der Autohersteller im Rahmen des vom Automobilclub ADAC zweimal jährlich veröffentlichten Automarkenindexes unter sechs Gesichtspunkten. Dabei fließen Angaben zu Markenimage, Marktstärke, Kundenzufriedenheit, Produktstärke und Fahrzeugqualität bis hin zu wirtschaftlichen Daten der Unternehmen in die Statistik ein. Knapp 42.400 Autofahrer wurden allein zur Zufriedenheit mit ihrer Automarke befragt.

Toyota hatte sich schon in den letzten Bewertungen unaufhaltsam nach vorne geschoben: Ende letzten Jahres machte der japanische Hersteller im Gesamtklassement einen Sprung auf den fünften Platz und verdrängte VW, im Sommer lag er bereits auf Platz drei. Nun teilt sich Toyota Platz zwei mit BMW. Zum Aufstieg von Toyota um einen Rang habe ein verbessertes Image, verstärkte Kommunikation durch erheblich höhere Werbeausgaben sowie das gute Abschneiden in der Kundenzufriedenheit beigetragen.

Andere fernöstliche Marken mussten dagegen etwas zurückstecken, wie Honda (9.), Nissan (15.), Subaru (18.) und Mitsubishi (21.). Volvo (7.) und Skoda (8.) machten einen Sprung nach vorne, auch Opel (9.) konnte sich verbessern. Schlusslicht der Gesamtwertung ist nach wie vor Chrysler auf Rang 33.



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